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21 (1850) Die Umbelliferen der mitteleuropäischen Flora / von H.G. Ludwig Reichenbach
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Taf. 121. MGMLXII. Pflanze. 1. Abtheilung des Blattes. +. 2. Hüll-schuppe. -fl. 8. 4. 5. Blumenblätter, -st. 6. Junge Frucht, -f-. 7. Dolde mitfast reifen Früchten, -st.

Anm. Bon Herrn von Bunge wird a. a. O. die Pflanze als Taeniopetaluinzu den Augeliceen gerechnet. Ich sah es nicht lebend mit reifer Frucht.

Z. 4. Selinoides PC. Prodr. IV. 180. Kclchsanm wenig entwickelt.Seitliche Nippen der Fruchthälftcn viel breiter. Thälchen cinstriemig. Hüllevielschnppig.

14. IV austriacnm K. Umb. 94.: Stängcl gefurcht, etwas verzweigt,Blätter drcimalfiedertheilig, Abtheilungen lincallanzcttlich spitz, am Rande hinglalt, Hüllschuppeu zahlreich, endlich herabgeschlageu, Strahlen der Dolde inner-seits schärflich. Selinuin austriacnm Jncq. Auslr. I. 71. 8. argenteum Cranlz

Auslr. 174. Selinuin nigrum Lam. Fl. Fr. 111. 430. Pleroselinum austriacumltchb. Exc. 454. Selinuin nigricans (land. llelv. II. 333. Selinuin monlanuniSchleich. S. polymorphum Spreng. Pug. 250. Peucedanum montanum K. ITmb. 94.Selten zwei Fuß hoch. Bon allen Arten der Gattung verschieden durch dieBlätter, welche denen des Selinuin Carviiblia vergleichbar.

b. rablcnse Hclib. lil. IN diesem Bande Taf. 122. lig. III.: Blattzipfel vielschmäler, ziemlich lineal, Hüllschuppen meist wenigere. Ferula rablensis Wulf. in.lacip Coli. IV. 312. Selinuin lineare II. S. VI. 560. 8. elegans Bath. Cat.

Taur. 4. Selinuin rablcnse Spreng. Png. II. 51. üreoselinum rablcnse Ilollin.Umb. 155. Plerosclinum rablense Hclib. Exc. 454. Peucedanum rablense Kochllmb. 94. K. Syn. ed. 2. 336:scheint eine schmalblättrige Abart des Peuce-danum austriacnm, worüber die Botaniker, welche die Alpen besuchen, wieder-holte Beobachtungen anstelle» mögen."

Wächst auf steinigen Triften, zwischen Gesträuch. Mit Serratula Rhaponti-ciiin sah ich es an Abstürzen im Walliö. In der südlichen Schweiz , Krain ,Körnchen, Oestreich. Abart b. in Krain , Kärnthen, der südlichen Schweiz .Koch giebt die Hauptart in Böhmen an, von wo ich sie nicht sah. Ich möchteauch nicht glauben, daß die Art da wächst. Im Bannat. Sommer, er.

Ich habe von folgenden Standorten Exemplare der Hauptart zur Hand.Schweiz : über Morele Schleicher! Borges de Fonly unter Führung der HerrenE. Thomas <1 Mnret! 28. Aug. 1843! Joux brulc in Walliö. 29. Aug. 1843!Hehl«, lil.! M. Messe im Wallis . Thomas im Herb. von Boissier! Klontürezon in Savoyeu Reuter! - Baden bei Wien v. Leithner! Bertholsdorfbei Wien v. Leithner! Krain Pittoni v. Dannenfeldt! > Limborska Gora inKrain Fleischmannk (Das Exemplar ist sehr schlaff. Die Blätter sind höchstzart, so daß ich das Exemplar für enltivirt ansehen würde, wenn es nicht nachAngabe des Herrn Fleischmann wild sein sollte.) Laibach R. Hinterhnber!Bergwälder bei Csiklowa im Bannat Wierzbicki!

Außerdem habe ich ein Exemplar mit Presl'ö Handschrift. Der Standortsteht nickt dabei. Ist vielleicht so Koch's Angabe entstanden, es wachse inBöhmen ?