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21 (1850) Die Umbelliferen der mitteleuropäischen Flora / von H.G. Ludwig Reichenbach
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bb. Araneas: Doldenstrahlen innen schärflich, Blattabtheilungcn länglich,denen des Blatts der Spiraea Amncus ähnlich.

cc. Haailinii: Doldenstrahlen innen kahl. Laserpitium Gaudinii Moretl.Comoll. 11. coin. n. 344. und in bot. ital. n. 3. p. 33. Laserpitinrn luteolumGatidin fl. Helv. II. p. 348.

So viele Frücble ich betrachtete, habe ich allemal die Bastbündel in derMitte des Fruchtgehäuses gefunden, während sie bei voriger Art nach Außeniegen. Hier bei dieser Art sind auch die Rippen bucklig, bei jener flach. Wennman dieses anatomische Merkmal vernachlässigt, ist es nicht leicht, die Art diag-nostisch von voriger durch Worte zu unterscheiden, ohne die Farbe der Blumen-blätter zu berücksichtigen, da die Unterschiede der Blätter bei dem weiten Formen-umkreise schwer zu umspannen sind.

Gute Bemerkungen über die Pflanze gab Herr !>,. Andrae in v. Schi. Bot.Zeit. 1855. p. 291.Laserpitium marginatum WK. Pl. rar. Ilung. l. 192. (Lasertrilohum Baumg. n. 492 und Siler alpinum Baumg. n. 495.) Alpen von Arpaschund Fogarasch , in letzterm am Golu Braza in der Taunenregion bei 4.500' Höhe.Verzweigung und Blatttheilung dieser Art ist veränderlich, und hiernach Laser-pilium alpinum WK. I. c. t. 253. bavon nicht zu unterscheiden. Koch hebt her-vor (Syn. ed. II. P. 1. p. 241.), daß dieses glatte, jenes innen rauhharig scharfeDoldenstrahlen habe; Waldstein und Kitaibet bemerken indeß gerade das Umge-kehrte; auch Rochel giebt von seinem Laserpitium trilobum (Pl. bau. rar. p. 65.t. XXVII. s. 53), das er selbst mit L. alpinum WK. identisch erklärt, scharfeStrahlen. Aber auch dieses Kriterium wird von unsern Exemplaren in Fragegestellt, indem sowohl Formen, die mit Rochel'scher Abbildung, als auch solche,welche mit der des Laserpitium marginatum WK. auf's vollkommenste überein-stimmen, gezähnelt scharfe Strahlen besitzen. Aus allem scheint hervorzugehen,daß L. alpinum WK. nur weniger verzweigte, blattärmere Form des L. margi-natum ist. UebrigeuS sind Blätter und Früchte des Laserpitium trilobum Boche!von denen des L. marginatum WK. nicht verschieden, sowie die beiden Pflanzender unserigen auf's genaueste gleichen. Baumgarten hat unter Siler alpinum»nd Laser trilobum offenbar nur arm- und wenig getheiltblättrige Formen derin Rede stehenden Art beschrieben, die sonach Laserpitium alpinum WK. ent-sprechen."

Herr Reilreich bemerkt sehr gut:I,. alpinum, marginatum und Gaudiniischeinen mir nur Var. Einer Art zu sein." (Vgl. auch Reichli. Germ. p. 451.Nr. 2930 und Andrii Bot. Zeit. 1855 p. 291.) Hoffentlich hat Derselbe sich inseinem Buche über ungarische Flora, das mir noch nicht zu Händen ist, dieAutorität der Gesammtart vindicirt.

Wächst auf Alpen und Bergen im Bannat, in Siebenbürgen , Krain , Dal'matien, der Lombardei , im Tessin .

A. alpinum: auf Grasplätzen der Alpe Retyezat im Hunhader Comitatin Siebenbürgen . August. Heuffel!