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Lindengewächse.
5146. „T. obliqua Host. Schiefblättrige L. Blatter kahl, gesagt, länglichschief, an der Basis ungetheilt, Blüthenstiele sehr lang, meist 3blüthig, an.derBasis nackt, Frucht rundlich." Fl. gemi. p. 829.
„Großer Baum. Die Zweiglein sind hängend. Blätter langgestielt, kahl, an denRändern gesägt, besonders die obern länglich, schief, an der Basis ungetheilt. Blüthenstielesehr lang, kahl, 2 —3blüthig. Deckblatt sehr lang und nicht bis in die Basis seines Blü-thenstiels herablaufend. Kelchblättchen auf dem Rücken gewölbt, unten gehöhlt. Blumen-blätter eirund mit langem Nagel versehen. Fruchtknoten kuglich. Frucht rundlich, et-was kantig."
„Kommt in Gärten vor. Blüht im Juni." Host.
Anm. Der Vergleich von Originalen hat mich belehrt, daß diese Art die interes-sante '1". flava Wolny ist, welche ich Fl. germ. p. 830. am Schluß aufführte. Die-selbe welche Rochel in seinem Werke über den Banat erwähnt und daselbst von ihrsagt „außer andern Kennzeichen unterscheidet sie sich auch durch die sehr ausgespreiztenZweige auffallend." Allerdings sind ihre Aweiglein sehr schlank und mögen durch ihreRichtung nach unten, dem Baume ein ganz eignes Ansehen geben.
So bin ich auch im Stande dieser Linde das von Host nicht erwähnte und ihmwahrscheinlich unbekannte Vaterland hinzusetzen zu können, sie wächst nämlich nachRodhels Bericht: in Ungarn, im Bannat um Larlovicr: Wolny, und in Syrmien bei Wukowar: Rochel. Vecgl. Fl. germ. p. 830.
5147. „T. corallina Smith. Corallen - 8 Blätter breit, runzelig, herzförmig,unten feinbehaart, Blüthenstiele wenigblüthig, bis in bie Basis geflügelt, innreStaubgefäße breiter." Smith. ap. Rees Encycl. — Fl. germ. p. 829.
Zweige abstehend, Aweiglein von Hervorragenden Wärzchen rauh, vom Herbst anbis zum Frühjahre röthlich. Blätter an der Basis ungleich, saktgrün, unten blaßfeinbehaart, gewimpert, die Haare der Blumenblätter abfallend, Deckblatt in die Ba-sis des Blattstieles hinablansend und länger als derselbe, Kelchblätter eilanzetlich, spitzig,seinbehaart, Blumenblätter mit kurzem Nagel, eirund, Kapsel kuglich, kantig.
Sie hat ihren Namen von den während des Winters rothen Zweiglein erhalten.Die warzige Rauhheit derselben scheint nicht immer vorhanden zu sein, wenigstenshabe ich keine dergleichen Exemplare gesehen. Jene Nöthe trübt und verliert sich imFrühlinge durch die neue- Splintbildung, deren grüne Farbe die Rinde bräunt.
Sie gehört dem südlichen Gebiete an, wohl vorzüglich Ungarn . Juni. t>.
5148. „T. pyramidalis Host. Pyramiden -L. Zweige aufsteigend, Blätterherzförmig, kahl, Blüthenstiele bis in die Basis geflügelt, die Blüthenstielchenmit einem lanzetlichen Deckblättchen, Frucht kantig." Fl. germ. p. 829.
^,Der schöne Baum theilt sich in aufsteigende Aeste. Die Blätter sind dicklich,an der Basis ungleich zweilappig, am Ende mit einer kurzen Spitze versehen, obenlebhaftgrün und glänzend, unten blasser. Ein Blüthenstiel trägt 2 bis 4 Blüthen.Das Deckblatt ist schmal und kahl, und läuft bis in die Basis seines Blüthenstieleshinab. An den meisten Blüthenstielchen findet sich ein kleines, lanzetliches Deckblätt-chen. Kelchblättchen oben seinbehaart. Blumenblätter umgekehrt eirund, mit kurzemNagel versehen. Fruchtknoten kantig, filzig. Frucht umgekehrt eiförmig, 4 — sikantig."„In Wäldern in Schlesien, Polen , an Waldrändern, Wegen. Blüht im Juni." Host.