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Die Venetianer Alpen : ein Beitrag zur Kenntniss der Hochgebirge / Wilhelm Fuchs
Entstehung
Seite
27
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Tiefer im Innern des Baues zeigt sich als Liegendes

zertrümmerter Kalk, durchzogen von Basalt.

Der Kalk und die Braunkohle ruhen theihveise aufBasalt, sie lehnen sich an Basalt und werden von Basaltüberdeckt, der mit den basaltischen Massen der Tiefe un-mittelbar zusammenhänyt.

Die ausgezeichnet prismatischen Absonderungen desBasaltes am Hange des Bolea gegen Vestena nova, dieUfer des Alpone entlang, sind zu bekannt, und habenzu wenig Eigenlhümliches, als dass es der Mühe lohntebei ihnen zu verweilen. Wichtiger für unsere Zweckeist eine sorgfältigere Beleuchtung der verschiedenenFormen, in denen dieses Gestein auftrilt.

Bei Vicenza , am Fusse des Monte Calavarina , undbei Boncä gleicht das poröse braune Gestein, dessenBlasenräumc mit bräunlichem und grünlichem lieber -zuge bekleidet sind, durchaus dem Dolerite von Pollcn-dorf hei Oedenburg in Ungarn ; es wird, wie dort, derTiefe zu allmählig dichter und seine Höhlungen fülltweisser und grünlicher Awagonit aus. Mit dem Ver-schwinden der Blasenräume hängt das Auftreten vonOlivin zusammen, mit dem zugleich nicht seilen Augilund Feldspalhkrystalle erscheinen. Wo diese häufigerwerden und den Olivin verdrängen , w ird das Gesteinden Augilporphyren der Hochalpen täuschend ähnlich ,.p"*“” und Chalcedonausscheidung fehlt hier eben so wenigals dort.

Während an mehreren Orten das Gestein der Ein-wirkung der Luft kräftig widersteht, greift die Ver-witterung an anderen lief in dasselbe und dann trittüberall deutlich Kugelform in concentrisch-schaligenAblösungen, wie bei dem Dolerite der Hochalpen, her-vor, nur mildem Unterschiede, dass hier sehr häufigaus den Schalen grösserer Massen sich wieder kleinereKugeln lösen, Svas bei den Augitporphyren und ihrenGonglomeraten nie bemerkt w ird.

Ohne mich bei den zahllosen Punkten, wo Basaltauf gleiche Weise mit Kalk in Berührung kommt, auf-zuhalten, halte ich es für zweckmässiger, sogleich zuden Lagerungen Schio’s und der, zwischen Scliio undMaroslica ansteigenden Hügel überzugehen, da geradean diesen Punkten Bildungen, welche den blauen Mer-geln und dem Grünsande Bellunos gänzlich analog sind,auftreten und mit Basalt in Berührung kommen.

Schon hei Malo — \on Vicenza kommend — betrittman diese Mergel, deren Versteinerungen sogleich dieBildungen des Piavelhales in’s Gedächlniss rufen, mitdem Unterschiede jedoch, dass hier ausgezeichnet undhäufig Badiarien erscheinen, die dort beinahe gänzlichfohlen.

Von Zuggiano gegen Logo über das Trappgesleinwegsteigend, welches die bekannten Chalzedonkugehiführt, in denen eingeschlossenes Wasser sich durch dieBewegung einer in ihm enthaltenen Luftblase kund gibt,