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Ueber Verbauung der Wildbäche in Gebirgs-Ländern, vorzüglich in der Provinz Tirol, und Vorarlberg : zum Gebrauche für Bau- und Forstbeamte, Obrigkeiten, Seelsorger, und Gemeinds-Vorstände / von Joseph Duile
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31
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nge« räumte den groben Schutt wieder hiinveg, vergrub

der die Steinmassen, und allmählig erhielt er so wieder

ndig brauchbares Terrain; jedoch die Anschüttungen von

r eS Schlam, und Steingerölle blieben; dadurch erhöhten

uals sich diese an den Dachen zunächst gelegenen Gründe,

seu; lind mit ihnen das Bett des Baches bey jeder neuen

Holz Ueberschwemmnng.

llcu, So laßt sich auf die einfachste Weise die Erhb-

'eine bnng der Bachrinnsäle denken; den Beweis dazu lic-

deh- fern jedem Beobachter die oben angeführten Ortslagen,

dun- Die Erhöhung der Rinnsale gründet sich ferner

um in der schädlichen Erweiterung derselben entsprun-

! eS gen aus der irrigen Meinung, daß man dadurch die

llen. Ausbrüche, und Verheerungen der Bache abzuhalten

>ertt vermöge. Da diese Meinung obwohl schon oft be-bau- stritten, und widerlegt noch immer, und selbst bey

ver- Geschäftsmännern vorherrscht; so erachte ich es zweck-

ierer dienlich, die Gründe wider diesen Irrthum näher zu

»ehr entwickeln.

die Der Bach in einem engen Rinnsale eingeschlos-

uge- scn führt allen Schotter, Steine rc. gewaltsam fort,bis er sich erweitert; denn die vereinte Wassermasscliche hat an Kraft noch nichts verlohren, und vermag alles

der mitgebrachte Materiale wieder mit sich fortzureißen,

den so lange das Wasser eine große Tiefe hat, welche es

her- bey minder breiten Rinnsalen haben muß; da dieselbe

ihre Wassermasse, um durch einen engeren Raum abfließen

Art zu können, entweder an Tiefe, oder an Geschwindig-

er kcit (Stoßkraft) zunehmen muß; so sind in ihm die