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13 (1851) Die Orchideen der deutschen Flora nebst denen des übrigen Europa, des ganzen russischen Reichs und Algiers : also ein Versuch einer Orchideographie Europas / von H.G. Ludwig Reichenbach
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44
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Trugknollen kuglig. Nebenwurzeln fadig, dick; zahlreich. Stängel steif, sticl-rund. Scheidenblätter gestutzt. Laubblätter länglich lanzettlich, spitz, am Randesehr wellig (mindestens bei kleinen Exemplaren, bei großen, die vielleicht an schat-tigen Plätzen wuchsen, stach), am Grunde scheidig, zahlreich, die obern scheiden denStängel völlig ein, fie find hellgrün, glänzend, bisweilen gefleckt, zwischen ihnenund der Aehre bisweilen ein fitzendes, deckblattartiges Blatt. Deckblätter baldschuppig, spitz, sehr klein, bald lanzettlich, fast so lang als der halbe Fruchtknoten.Aehre vielblüthig, dichtblüthig, kegelförmig, dann kopfig, endlich walzig. Frucht-knoten sehr stark, während der Blüthezeit gedreht. Helm spitz oder zugespitzt, ver-waschen lilafarbig, mit purpurnen Nerven; äußere Hüllblätter länglich, spitz, innerelineal, spitz, (ob immer?) über die Säule gebogen. Lippe länger als der Helm,dreispaltig, seitliche Abtheilungen lineal, oder breitlinealig, spitz, zugespitzt, oderstumpslich, bald kurz, bald lang, mittler Abschnitt breitlineal, vorn zweischenklig;jeder Schenkel breit lineal, spitz, zugespitzt, bald vorgestreckt, bald gespreizt; auchan der Spitze zweispaltig, oder dreizähnig, oder gestutzt (an Exemplaren des Hrn.Durieu!). Zwischen beiden Schenkeln ein bald sehr kleiner, bald langer, lanzett-. licher oder pfriemlicher Zahn. Auf dem Grunde der Lippe liegen 2 niedergedrückte,dreiseitige, bisweilen lange (d. h. höchstens 1,5'") Plättchen, meist find fie in derMitte verwachsen und fie hängen mit dem Grunde der Säule zusammen. Sporn. walzig, stumpf, dem halben Fruchtknoten gleichlang. Lippe lila oder weißlich, un-punctirt oder purpurpunctirt (Hr. Durieu brieflich). Säule kurz, mit Spitzchen,dunkelpurpurfarbig. Pollenkeulen an 2 Axen, die aus einem Halter vereint find.Zellen der Samenhaut ohne saftige. Ablagerung.

Sie wächst auf Kalkhügeln, auch in Wäldern der heißen Gegenden am mittelländi-schen Meere.

Spanien : Manzenilla in Candado de Nichte Boutelou! Serrania be Ronda Will-komm! Gibraltar Schott! Portugal : Setuval und Arabidr Holl! Guthnick! Hochstetter!Bellas, Lissabon Link! ein großes Exemplar mit flachen Blättern von Hrn. Lang in Portugal gesammelt im Herbar des Hrn. Sonder! (Algier : Birmandreis Durieu! Algier Bore! Chmelik!Italien : Ascoli Orsini! Castkllamare Tenore ! L. Thomas! M. dei 2{s>äcnfione De Noteris/Civitavecchia Funk! CaMtien .Berger ! Stellten: Palermo Raynewal! Decker! Nyman!Pachyni, Noto Philippi! S. Martins Pariatore! Todaro! Messtna Zelter! Mte. Caput o Split-gerber! Caltanisette e. Heldreich! Griechenland : Chionas Fraas! Modem Despreaux!Hymettus Sartori! Pentelicon v. Spruner! Fraas! Boissier! Türkei : Kreta auf dem BergeMalaxa bei Cydonia v. Heldreich! Friwaldsky ! (Chios Olivier und Brugiere! Brass« Thirke!)

Unsre Abbild. Tf. 23. CCCLXXV. Die ganze Pflanze der Form mit stum-pfen Abschnitten der Lippe (von der Serra d'Arabida). 1. Deckblatt.fi- 2.Blüthe von vorn, niedergedrnckt.fi- 2d. Desgl., die gewöhnlichste Form.fi-3. Blüthe von der Seite, nach Entfernung des Helms.fi- 4. Grund derLippe mit der Säule, fi- 5. 6. Frucht. 7. Spornt fi- 8. Pollinarium, fi-9. Drüse, fi- 10. Samen.fi-

Anmerk. Orobis Bivonae Tod. ähnlich der longicruris,von der sie sich unterscheidetdurch weniger wellenrandige Blätter, die Länge der Deckblätter, welche dem Frucht-knoten ziemlich gleichlang sind; fast fadige Abschnitte der Lippe, und vor Allem durch