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18 (1850) Die Labiaten, Verbenaceen, Heliotropeen, Borragineen, Convolvulaceen sowie die früher unter die Thalmifloren übergegangenen Polygalaceen der deutschen Flora / von H.G. Ludwig Reichenbach
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filziger Strauch. Blätter kurz gestielt, kreisförmig herzförmig, ganz oder undeutlichgesägt, blüthenstützende ziemlich gleich. Kelch dünnhäutig. Lippe dreispaltig, seitlicheLappen stumpfeckig, Mittelzipsel keilförmig fächerförmig zweispaltig. Schließfrüchtegewöhnlich sehr ungleich, auf Gipfel warzig, wie bei vorigem.

Auf Felsen und rauhen Plätzen. Herbst, t>.Verona bei Lugo , nahe an der PonteVeglia." Kestner v. Köllenstein. Rcbb. Fl. germ. exsicc. 2178. Kaum wirklicheinheimisch.

Unsre Abbild. Taf. 19. MCCXX. II. Stängel. 2. Blume. + 3. Helm. + 4. Staub-gefäße. -+ 5. Fruchtknoten. +

Abth. III- Acantlioprasium Beuth. 1. c. 598: Deckblätter stachelförmig.

41. B. spinosa Lk. Handb. 475. Beringeria frutescens Rchb. Exc. 325. Moluccella frute-scens L. Spec. 821. All. Ped. II. f. 2. Fl. Graec. 568. Spenner in Nees I. c.45. Starrer Halbstrauch. Blätter lang gestielt, länglich, spitz, beiderseits durch einenbis drei Zähne lappig gezähnt. Kelche stark nervig, netzadrig. Zähne halbeirund, inihnen gleichlange Stacheln ausgezogen. Schlund nach Sitte der Gattung nackt. Blumeweiß. Nobr ganz eingeschlossen. Helm gewölbt, ziemlich ganz, pinselhaarig. Lippe drei-spaltig. Seitenzipfel nach vorn gerichtet, linealzungig, Mittelzipfel fächerförmig, gestutztzweilappig. Fruchtknoten auf Spitze pinselhaarig. Zipfel der, Scheibe spitz was aufder Abbildung zu stark ausgesprochen.

Auf Felsen im mittlern Piemont (und der Provence ). Von Ende Frühlings an. h.Tenda v. Charpentier ! Breglio Juni 1838 Sonder! Zwischen Fontan und I,a Chian-dola dans les gorges de Saorgio. 8. August 1843. Reuter und Reichb. 61. Wirsammelten die Pflanzen bei Nacht, indem wir sie durch unser Gefühl entdeckten. DieAngabe v. Charpentier's:Tenda" ist sicher im weitem Sinne zu fassen.

Unsre Abbild. Taf. 18. MCCX1X. Zweig. 1. Kelch vor Aufblühen., + 2. Blüthe.+ 3. Kelch nach Blüthe. + 4. Fruchtknoten. +

VI. Phlomis L,

Gen. 123.

Bon voriger Gattung verschieden dadurch, daß innere Staubfäden in hakigeFortsätze unten ausgehen. Schließfrüchte deutlich gestutzt.

Abth. I- Phlomidopsis Beuth. 1. c. 622. (Phlomitis Rchb. Exc. 324. e.p.):Helm aufrecht.

1. Fl». tuberosa L. Sp. 819. Phlomidopsis tuberosa Lk. Hdb. 480. Phlomoidestuberosa Moench Metb. 404. Bot. Mag. 1555. Schk. 163. Gürtn. I. t. 06. f. 9.Spenner in Nees v. E. 1. c. 47. Stängel dunkelpurpurn, bei wildwachsenden Pflan-zen einen bis zwei Fuß hoch, bei den cultivirten so hoch, wie ein Mensch. UntereBlät-ter dreieckig herzförmig, sehr lang gestielt, kerbzähnig, unterseits sammtig behaart, ober-seits ziemlich steifhaarig. Stängelständige Blätter ziemlich gleich, weniger herzförmig.Deckblätter borstig, eins vor der Blüthe, beiderseits zwei bis drei am Stiele oder sitzend.Trugdolden vielblüthig. Deckblätter linealborstig scharf wimperrandig. Helm (oft zwei-lappig) gewölbt, fein pinselhaarig. Lippe dreilavpig, Mittellappen verkehrt herzförmig,Seitenlappen dreieckig, kurz. Blume pfirsichblüthig purpurn.

Auf Wiesen, in Wäldern, Weinberge». Sommer. 2 p. In Mähren , Oesterreich,Ungarn, Siebengürgeu.