Band 
[Erster Teil.]
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Fumaria, Erdrauch.

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Mohnge >vachs c.

Sie steht der F. osliciualis am nächsten , unterscheidet sich indessen von ihr durcheinen schlankeren Wuchs, graugrüne Farbe, ticsgezahntc Kelchblättchen, grubige, fast runz-lichc Nüßchen auf dünneren, längeren Stielen. De Gandolle bestimmt sie so:Silicu-Hs globosis depressiusculis, pedicellis fructiferis erectis bractea duplo longioribus,racemis laxiusculis, caulibus erectis, foliis supradecoinpositis, petiolis subcirrbosisund macht noch auf Folgendes aufmerksam: pedicelli erectiuseuli, sepala angustiora,magi 9 denticulata, corollae intensius purpurascentes, capsulae apice subretusae.Dic Aufführung der Pflanze rührt aber von LoiscUmr her, besten eigene Worte folgendesind:Faule subramoso erecto, foliis bipimiato-laciniaris, laciniis oblongis planis,petiolis subcirroso-contortis, racemis elongatis, calycibus dentatis, siliculis sub-globosis retusis subrugulosis.

Wächst auf bebautem Boden, ganz so wie F. ofstcinalis, und mit ihr zugleich, so daß siekeineswegs als eine durch den Boden erzeugte Abänderung betrachtet werden kann. Unser abge-bildetes Exemplar aus der hiesigen Gegend stimmt mit der Pflanze aus der Gegend von Paris ge-nau überein. VaiUmits Abbildung (in Hotunicon purisicnsc T. X, F, 4 sieht zwar größer aus,indessen sind alle dortige Figuren, wie die von F. parvillorn auffallend zeigt, etwas zu groß ge-halten, und im Gegensatze zu dieser nennt 1 aillant die gegenwärtige F. mnior lloribus clilutepurpureis i. c. roseis, wie die der unsrigcn auch wirklich sind. Juni, August. Q.

F. prehensilis Kit. ind. h. Pesth . 1812 p. 10 . wird als eine var. foliis co-riaceis von Decandolle hierher gezogen; ich bemerke aber, daß auch die verwandten Ar-ten, wenn sie sich bis zum Spätherbst halten, folia coriacea annehmen. Auch dieAchse der Traube und die Blüthen- und Fruchtstielchen werden dann sehr derb und härtlich.

4453. b. F. Fetten Rchb. Petter's G Blättchen sächertheilig, Abschnitte lan-zetlich, Blüthentranben schlaff, Kelchblättchen rhombisch, in der Mitte jederseits we-nig zähnig, Fruchtstiele zurückgcbogen, stlüßchen kugelig zusammengedrückt zugespitzt.

Eine Mittelart zwischen F. osliciualis »nd capreolata, vom Wuchs der F. off. var.scandens, aber schlanker und in allen Theilen weit kleiner als F. capreolata, von bei-den durch die zugespitzten Nüßchen und späterhin stark zurückgekrümmten Fruchtstielchenleicht zu unterscheiden. Die Blumen sind rosa, oder weiß mit violeter Mündung.

Dalmatien : Vetter, Bannat in Ungarn , auf Bergen und an Wegen bei Busiask: Dr.IVicrzbicki, Juli. ©.

4454. F. ofstcinalis L. OfftcincUcr <5\ Blattabschnitte lanzetlich, Kelchblättchenbreiter als Blüthensticl, ein Drittthcil so lang als Blume, ringsum gezähnt, Nüß-chcn fast (umgekehrt) nierenförmig. Fl. gern,, p. 607.

In der Jugend aufrecht, auf fettem Boden oder bei feuchter Witterung späterhinsehr weitästig ausgebreitet und kletternd (var. scandens), so daß sie sich auch mit denBlattstielen an den umgebenden Gewächsen anhält. Die Farbe ist mehr ein mattesGrün, der bläuliche Reif in geringerem Grade vorhanden, als bei vorigen Arten. DerStengel und die Zweige sind deutlich kantig, die Blüthentranben verlängern sich bedeu-tend, die lanzetlichen, häutigen, rosafarbigen Deckblättchen sind meist länger als der halbeBlüthenstiel, die Blume karminroth mit violeter Mündung. Oberes Blumenblatt ge-rade, oben rundlich, spitzlich, ein wenig muschelförmig, an der Basis in einen krummen,rundlichen Sporn übergehend, das untere Blumenblatt jenem ähnlich, aber ungespornt,beide seitliche Blumenblätter mehr nach innen angesetzt, mit ihren lbffelformigen, außengerippten Enden zusammenhängend. Der Sporn umschließt die grüne, gekrümmte, keu-lenförmige Honigdrüse. Beide Staubfadenbündel von oben und unten entgegenstehend,

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