2, Rautengwächse. Callitriche, Wafferstern.
Saum paarweise gegeneinandergebogen. — Fl. germ. p. 753. Plant. crit. ic.1179 — 1183.
Die Würzelchen am fadenförmigen, schwimmenden Stengel einfache Fasern. DieDeckblattchen weniger gekrümmt als bei den andern, fast gerade, die Griffel kürzer alsdie der andern Arten, die Kapfeln klein und der Saum der Fächer schmal,- von jezwei nebeneinanderstehenden Fächern beugen sich die Flügelsaume gegeneinander.
Herr Dr. Külzvng hat in meiner Iconographia -oder Plantae criticae vol. IX. dieseGattung ausführlich bearbeitet, alle Formen auch abgebildet und führt von gegenwärti-ger Art folgende Varietäten auf:
a. C. minima Hoppe, sämmtliche Blätter linealisch abgestutzt oder zweispaltig; Blü-then meist männerweibig. Pl. crit. ic. 1183.ß. C. cespitosa Schwitz, sämmtliche Stengelblätter lineal-lanzetförmig, an beidenEnden verschmälert, -abgestutzt oder ausgekerbt, dreifachgenervt; Astblätter linealisch,zweispaltig, einfach genervt; Blüthen meist Zwitter (zuweilen einhäusig). Pl. crit.1182.
y. C. stellata Hoppe, obere Stengelblätter verkehrt eirund-länglich, untere lanzet-fermig abgestutzt, oder linealisch zweispaltig, mit etwas auseinanderlaufender Spitzeund etwas geschärfter Bucht, Blüthen gewöhnlich männerweibig oder Zwitter (zu-weilen auch zwei oder einhäusig). Pl. crit. ic. 1180—1181.
Ö. latifolia Ktz., Stengelblätter verkehrt eirund, dreifach genervt, in einen Stietherabkaufend, abgestutzt, Astblätter linealisch, einfachnervig, zweispaltig, mit etwasauseinanderlaufenden Spitzen und etwas geschärfter Bucht; untere Blüthen männer-weidig, obere Zwitter. C. verna a. fontana Ktz. Pl. crit. ic. 1179.
In kleinen stehenden Wässern, Pfützen, Kumpeln und Gräben, *. und ß. auf überschwemmtgewesenem, noch feuchten Boden. 2 ; Mai — Juli.
4747. 0. stagnalis Scop ., Teich-B?. Blätter alle umgekehrt-eirund-spatelför-mig, etwas ausgeschweift, 5 —6fach nervig, Deckblättchen sichelbogig zusammen-geneigt, Griffel endlich abgebogen, Fruchtfächer breit flügelrandig kreuzständig. —Fl. germ. p. 753.
Außer den angegebenen Kennzeichen durch die Gleichförmigkeit aller Blätter, die zu2 — 3 beisammenstehenden Wurzelfasern, die großen Früchtchen sehr ausgezeichnet.
A. a. O. setzt Hr. Dr. Kützing folgende Varietäten auseinander:
«. rivularis Ktz., Blätter umgekehrt eirund, an der Spitze etwas eingedrückt, 5-—7fach genervt, in einen kurzen Stiel herablaufend; Blume meist männlich, seltenandrogynisch. P1-. crit. ic. 1185 — 1186.ß. vulgaris (C. stagnalis Scop.), Blätter umgekehrt eirund-*)spatelförmig, an derSpitze etwas eingedrückt, meist 5fach genervt, in einen langen Stiel herablaufend;Blumen meist Zwitter. Plant. crit. ic. 1184.
Schon vom Weiten durch das dunklere Grün und die festere Substanz der Blätter
*) Der Ausdruck obovalis und ob oval, welcher dort gebraucht wird, ist darum nicht rationell,weil der Begriff ovalis eine Figur bezeichnet, deren größter Querdurchmesser in dieMitte fällt, welche also durch Umkehrung sich gleich bleibt.