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3 (1842) Familie der Wassersterne, Wolfsmilchgewächse und Rauten, der Seifenbäume, Malven, Storchschnäbel, Sauerklee- und Nelkengewächse: Callitricheae, Euphorbiaceae et Rutaceae, Sapindaceae, Malvaceae, Geraniaceae, Oxalideae, Caryophyllaceae / von H.G. Ludwig Reichenbach
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Rautengewächse.

Peganutn, Harmala.

Kelchabschnitte, oder sichtlich kürzer, ovallänglich, abgerundet, grünlichweiß, unten grün,mehrnecvig. Staubgefäße gewöhnlich 15, und zwar drei vor jedem Blumenblatte,gleichfalls ausgebreitet, wenig kürzer als die Blumenblätter, Beutel eirund länglich.Fruchtknoten fast kuglich, 3-furchig, auf fast schalenförmigem Polster, Griffel stumpf'3-kantig, fadenförmig, Narbe spitzig, 3-spaltig. Kapsel scheinbar 3-knöpsig, 3-fachrig,sachspaltig, Fächer mehrsaamig, Saamen an der Mittelsäule zweireihig, mondförmiglänglich, an der Basis verdünnt, glatt und braun.

Wachst auf bewachsenen Sandhügeln im südlichen Gebiete, z. B. in Ungarn am Blocksbergeund zwischen den Weingärten um Ofen. Juni August. 2p.

800. Dictamnus L., Diptam. Kelch 5-blättrig abfallend. Blumenblätter5, ziemlich gleich. Staubgefäße 10, abgebogen aufsteigend, unter der Spitze drüsig.Griffel einfach, Narbe unabgesetzt. Kapselfacher 5, unten zusammenhängend.Blätter gefiedert, Blüthen traubig-rispig.

4819. D. Fraxinella P, eschenblättriger D. Fl. germ. p. 767.

Die große über fingersdicke Wurzel ist holzigästig und weißlich. Die Stengel wer-den bis über 2 Fuß hoch, sind einfach und ausrecht, stielrund und von den Blätternschwachkantig. Die Blätter haben der Pflanze den Namen einer kleinen Esche ver-liehen, sie sind wechselständig, kurz fein behaart, unpaarig mit 711 Blattchen amschmal flügelrandigen, sehr fein sägerandigen Blattstiele gefiedert, die paarigen Fiebernstehen gegenüber, sind sitzend, eirundlänglich oder elliptisch, an den untern Blättern meiststumpf, oft wohl abgerundet, an den obern spitzig, am Rande fein gesägt oder doppeltgesägt, durchscheinend drüsig punktict. Deren Farbe ist ein mehr oder minder gefälligesGrün, besonders unterseits glänzend. Die große Endtraube ist locker vielblüthig undausrecht, überall reich mit dunkelrothen Drüsen besetzt. Die Blüthenstiele sind auf-steigend oder aufrecht abstehend, die untern fast zolllang, die obern kürzer, die Deck-blätter weit kürzer, lanzetlich, zwei Deckblattchen in der Mitte des Stiels mehr oderweniger einander genähert. Kelchblättchen jenen ähnlich, lanzetlich und spitzig. DieBlumenblätter sind 46-mal so lang als der Kelch, eilanzetlich, an der Basis ineinen mittelmäßigen Nagel verschmälert, spitzig oder die obern zufällig abgestumpft,blaßrosa, mit schief von der Mittelri'ppe nach dem Rande verlaufenden bunkelcothenLinien. Die aufsteigenden Staubfäden sind noch länger als die Blume, roth und drü-sig, der Blüthenstaub aschblau. Der Fruchtknoten befindet sich auf einem walzenförmigenanfangs längerem, späterhin kürzerem Träger, er selbst ist rundlich und fünffurchig,dicht mit dunkelrothen Drüsen besäet. Die Kapsel besteht aus 5 fast gänzlich geson-derten Fächern, auf dem gemeinschaftlichen Boden. Diese Fächer des äußern Gehäusessind lederartig, drüsig, zusammengedrückt, am Oberrande flach ausgeschweift und dadurchan der innern und äußern Rath scharf zugespitzt. Das innere Gehäuse, welches sichwie bei den Fupborbiaceon gänzlich absondert, besteht aus 5 gänzlich gesonderten pec-gamentartigen, länglich hakenförmigen, 2-klappigen, mehcsaamigen Fächern. Die 3 5 Saamen sind fast kuglich, glänzendschwarz, ihre Basis gespitzt, mit einer seichtenFurche nach oben.

Abänderung: albiflos, mit ganz weißer Blüthe, die ganze Pflanze, wie überhauptweiße Varietäten, gewöhnlich schlanker und zarter gebaut.