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3 (1842) Familie der Wassersterne, Wolfsmilchgewächse und Rauten, der Seifenbäume, Malven, Storchschnäbel, Sauerklee- und Nelkengewächse: Callitricheae, Euphorbiaceae et Rutaceae, Sapindaceae, Malvaceae, Geraniaceae, Oxalideae, Caryophyllaceae / von H.G. Ludwig Reichenbach
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Geranium, Storchschnabel,

Storchschnabelgewächse.

919 . Geranium L. Storchschnab el. Kelch 5theilig. Blume regel-mäßig obläktrig. Staubgefäße 10, fruchtbar. Honigdrüsen 5 an der Basis derlängeren Staubgefäße. Kapselfächer (Nüßchen) 5, geschwänzt. Fl. germ. p. 777.

a) Blüthenstiele 2blüthig.

* einjährige.

4871. G. robertianum L. Ruprechts-St. Ausrecht, Blätter fast fußförmiq5- und Izahlkg, Blättchen gestielt, rhombisch doppelt fiedecspaltig und eingeschnit-ten. Blumenblätter umgekehrt eirund, auseinander stehend, Kelch auf den Rippenbehaart. Kapselklappen mit 5 6 Querrunzeln. Fl. genn. p. 777.

Wurzel spindelförmig, etwas zertheilt, nach oben roth. Stengel bis anderthalb Fußhoch, weikästig, weich behaart und etwas klebrig, im Schalten die Zweige weit ausge-breitet, meist roth angelaufen, Gelenke wenig knotig verdickt. Blätter gegenüber, einsgrößer, dunkelgrün, und matt, abstehend behaart, Spitzen eilanzetlich und eirund, stumpfoder an den obern spitzlich. Achselblättchen eirund-dreieckig, spitzig, fein behaart. Blü-thenstiele zur Fruchtzeit etwas mehr divergicend. Kelch etwas bauchig, mit langerGrannenspitze unter der Spitze angesetzt. Die Platte der Blumenblätter ist rosa undhat 3 weiße Nerven, Nagel und Staubfäden sind kahl, Beutel purpurbraun, ebensodie Narben. Die Kapselfächer sind nur undeutlich kurz behaart, fast kahl, tragen nurwenige, 5 6, und entfernt stehende Querrunzeln, welche in einem Bogen nach derJnnennaht abwärts lausen, der untere Theil ist von ihnen frei. Saamen braun,glatt. Bariirt seltener Fl. albo, weißblumig, auch dunkler pfirsichblüthroth, dannmit folgender Act verwechselt.

Riecht unangepehm bockig und wächst an schattigen, steinigen Orten zwischen Gebüsch aufRuinen und Schutt, doch auch an sonnigen Mauern und Felsen. April Herbst, o.

Offic. Vormals Herba Ruperti ( s. Geranii Robertiani als adstringirendes Heilmittelinnerlich und äußerlich.

4871. b. G. purpureum Will. Purpur-St. Aufsteigend, Blätter fast fußförmig5- und 3zählig, Blättchen gestielt, rhombisch, fiederspaltig, eingeschnitten, Blumen-blätter umgekehrt eirund, auseinander stehend, Kelch durchaus langzottig, Kapsel-klappen durchaus dicht vielcunzelig. Fl. germ. p. 873.

Gleichsam ein Miniaturbild voriger Art, fast kahl, nur der Kelch zottig, an den unterenBlattstielen behaart, auf den etwas dicklicheren, etwas glänzenden Blättern zerstreutkurz behaart und nach oben kurz fein behaart. Blumenblätter dunkelroth, kürzer alsKelch. Die -Blattform ist weit veränderlicher als bei voriger Art.

Wächst nur im Süden, z. B. in Dalmatien zwischen Almissa und Duare: FriedrichAugust , König von Sachsen. Frühling, st).

A n m. Ich habe diese Pflanze auch im botanischen Garten erzogen und mit wil-den Exemplaren ganz übereinstimmend gesunden.

4872. G. lucidum L, Glänzender St. Aufrecht, Blätter niecenförmig-rund-lich, 5 7spaltig, kerbartig eingeschnitten, Kelchbläklchen, sowie die Kapselklappennach oben netzaderig, quergerunzelt; Platte der Blumenblätter umgekehrt eirund-länglich. Fl. germ. p. 777.