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wie in den Minneliedern der Troubadours — symmetrisch, die Redefiguren sind reich an uner-warteten Zusammenstellungen und Gleichnissen. Auch kommen nach gewissen Absätzen öfteisabsichtliche Wiederholungen von Worten oder auch von ganzen Sätzen vor, die dem Ganzeneinen musikalischen Reiz verleihen.
Im Ramesseum dagegen befinden sich Scenen von weit concieteim Inhalt; daher ist diehiermit in Verbindung stehende Schilderung ungemein anschaulich und schön, statt der trockenenAufzählung der Eroberungen von Tutmes erhalten wir hier in leichei Aufeinandeifolge Darstellungenher Ereignisse während der Kriegszüge des unternehmenden, untei dem Schutze der Götterstehenden Königs Ramses II .
Hier vor diesen Inschriften, diesen Berichten aus einer lang verklungenen Zeit glaubt man,diese Vergangenheit blicke selbst von den Wänden auf uns hernieder — und welch eine Ver-gangenheit! Sind diese Berichte nicht lebendiger als selbst die uns früh vertraute Ihas, wenn sie gleichdieser unsere Phantasie in jene Urzeit hinüberzuzaubern vermögen und, wenn auch nut für Augen-blicke, uns das vom Hauche der Erhabenheit Durchdrungene näheirücken.
Von was handelt Pentaur's Dichtung? Im Orient, dem damals ewrg rebellischen, habensich einzelne früher unterjochte Stämme und Völker von griechisch kleinasiatisc rem ypus gegenRamses II. mit vereinter Macht erhoben; sie fürchten dessen rächenden Ein a nictt, sondern sindim Gegenthea bereit, sich den durch den Kriegsmarsch ermüdeten ägyptischen Truppen entgegen-zustellen und sie zu vernichten. Der Pharao zieht durch das ihm noch treu gebliebene LandKanaan, bricht in Syrien ein und beobachtet den Feind. Dieser ist trotz seiner Uebermacht aufder Hut und mistraut dem Ergebniss einer offenen Feldschlacht; er schickt deshalb ,n das verhassteLager einige findige Spione. Diese fallen vor dem Herrscher aufs Antlitz und berichten ihm dass
i ■ <-pi ’i j v? , ;w.,- tW sich mit der kühnen Kriegerschar ihres frühem
sie von dem reuigen Theile der Empoiei, aer siui 0
tt . , . . -1*1 „ j* cpipn die übrigen wären irgendwohin nach dem Norden
Herrn wieder vereinigen mochte, abgesandt seien, uiu ö ö .
gezogen, hinter das heutige Aleppo.... Ramses triumphirt denn er ist von der Wahrhaftigkeiteines solchen Bekenntnisses überzeugt, und nur von Leibwächtern umgeben eilt er vorwärts.
In die Hände der Soldaten fidlen aber bald neue Spione; Schläge zwingen sie zum Ge-
. j tt * ii*. t-, * 1U •v, d prm heraus, dass der Feind bereits ganz in der Nähe
standmss der Wahrheit. Da stellt es sich denn neiduo, 0
, . , Ai • 1 1* -1 r „ frkpr die königliche Garde herzulaüen, die, allem, dem
ist und mit der Absicht umgeht, jählings über me KUU & . ’ ’
tt r . 1 A - £ j 1 • u* n-pwarhsen ist. Nun ist es aber zu spät. Der Rückweg
Kampfe mit den Angreifern durchaus nicht gewacnsei F , TT .
f , . , n c •* AA-ncrp n die empörten bremdiinge mit erdrückender Ueber-
lst abgeschnitten, und von allen Seiten dringen me cn F ö
macht vor. -ncrhüchtern und geht sofort selbst zum Angriff über.
Aber der Pharao lasst sich nicht einscnucmuu & . ö .
o , , ,... . , , , tu A er in Kriegsordnung aufgestellten lemdlichen Streit-
Sechs mal schlägt er sich durch die Reihe dei m ^ b &
, , 1 , 1 • , j pr Fp ; n d zum nahen Flusse zuruckgetrieben. Da erscheinen
wagen durch, und sechs mal wird der remu ... ...
endlich auch noch die Truppen der ägyptischen Nachhut, und der Sreg ist endgult.g entschieden.Dies ist der eigentliche Tatbestand des historischen Benchtes, aus welchem Pentaur schöpfen
'"““was erfahren wir aus dem Lobgesang? Der Dichter hat gerade den Moment gewählt, als
der König auf dem unvorsichtigen Vormarsche mit der kleinen Truppe plötzlich überfallen wurde.
Die Hieroglyphen sind beredter als manche spatere Dichtung.
„Der schurkische Feldherr der Hittiter und seme Bundesgenossen haben sich dem Pharao
.... , r .. .. , L M . 0 Ä,pf mit drei der Tapfersten aut jedem Streitwagen, stürztenentgegengeschlichen. Vorzüglich bewattnet, um f . . ' T r ’ 1
. . , r r- a ro Anfill o-elane;. Da rüstete sich Ramses zum Kampfe, fegte
sie sich auf die Aegypter. Der erste Antau & cicui ö _ . . ■ n
seine Rüstung an und trieb gleich einem erzürnten Knegsgott seme nestgen Rosse mit allerMacht gerade gegen die verhassten und verachteten Fremden.
Orientreise. I.
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