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Orientreise ... Nikolaus Alexandrowitsch von Russland 1890-1891 / verfasst von ... E. Uchtomskij
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IM GEBIETE DES NIZAM.

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beträchtlichere Summe, die aus dem Verkaufe von Koranabschriften stammte, welche der Kaiserselbst mit grosser Sorgfalt geschrieben hatte, wurde gemäss der Testamentsbestimmung den Annenüberwiesen. Die Steinplatte über dem Grabe des Mogul wird von keiner Kuppel wie in denandern Mausoleen überwölbt; die Sonne durchglüht sie, der Regen fällt auf sie nieder.. Ihr einzigerSchmuck sind die langen, tiefhängenden Aeste eines wohlriechenden Baumes.. Dies ist alles,und keine Inschrift bezeichnet, wessen sterbliche Hülle hier der Erde übergeben ist

Die daneben liegenden Grabstätten weisen dagegen einen gewissen Luxus auf. So findensieb z. B. auf dem Grabmale des 1370 gestorbenen Seid Zainuddm in Verse gefasste religiöseSprüche. Die Thüre zum Mausoleum ist mit massiven silbernen Platten beschlagen, die Stufensind mit sorgfältig polirten, eigenartig geformten Steinen geschmückt die von Fakiren und Wall-fahrern als Opfergaben dargebracht worden waren. Ueber dem Grabe hängen Strausseneier.Das Leibgewand des Propheten Muhammed soll hier aufbewahrt werden und wird bei Gelegenheit

ausserordentlicher Feste (jeden März) dem Volke gezeigt.

Ausser Zainuddin ist hier noch ein zweiter, von den Muhammedanern hochgeachteterSeid, Namens Chasret Burchanuddin, bestattet, der sich im .3. Jahrhundert bei Roza nieder-gelassen batte, zu einer Zeit, als der Islam noch nicht in das ganz heidnische Dekhan. ein-gedrungen war. Dieser Heilige hatte den Entschluss gefasst, mit .400 Schülern hterherzupilgern,um die Gegend zu durchforschen und den Boden für den von den Muhammedanern geplantenKriegszug vorzubereiten. Auf diese Art fand der Feldherr, der diesen Zug übernommen hatte, indem feindlichen Lande seitens seiner schlauen Glaubensgenossen wert so e u e.

Am Grabe Chasret Burchanuddin's werden Haare aus dem Barte des Propheten aufbewahrt,

, A t 1 , , tt- 11 1 l V Tahre wächst. Dieses Wunder ist aber nur eine

deren Anzahl nach dem Volksglauben mit jedem Janr , , , t, ,, , ,

tt, . , . tt , . 1 i t 1 j ic Volk vollen Glauben schenkt. Bald nach dem

Kleinigkeit im Vergleich zu dem andern, dem das von .

Tode des heiligen Seid gerieth sein Grabmal in Verfall und seine dabei wohnenden Nachkommenbesassen keine Mittel, ihren Lebensunterhalt aufzubringen. a gesc ta es, ass le an en entschlafenen Lehrer gerichteten Gebete ein Wunder bewirkten, aus den Steinen neben der Gruft

1 ,, , . 0 .,, ... 1 omnnr Diese wurden aut den Markt zum Verkauf

wuchsen zur Nachtzeit Silberbaumchen empor, ui

, , J , . , J. ..m Cnmmp um sowol das Grabmal wieder in guten Stand

gebracht und ergaben bald die nothige Summe, uu

ö . TT .. ~Ur. or . Dann hörte das Wunder auf, und nur zuweilen

zu setzen, als auch seine Hüter zu ernähren. Dann uui .

, , ,, ,1 rr . -vicchen den Fugen des Steinbodens zum Vorschein,

noch kommen gegen Morgen blitzende Keime zwisenen ö .

A r 1 TA- 1 Ta*, nimmt man gleichsam ein lheilchen jener geistigen

Auf dem Rückwege zum Lager nimmt mau g °

A , .. , T1 . . i, pr historische Persönlichkeiten, wie Aurangseb, entstanden

Atmosphäre des Islam mit sich, in welcher histonscuc . . .,,,

. , , , , c orvArbt sich in ihnen auf der einen Seite eine zweifellose

sind und sich entwickelt haben. Es spriciit sicn *

, . f . , . c nm das materielle Wohl ihrer Volker aus, auf der andern

Fromm gkeit und eine aufrichtige Sorge um das maiei c

, ö , ,, , r m i pn Glauben und eine kalte Grausamkeit gegen alles,

aber eine fanatische Unduldsamkeit gegen fremden Glau Den ui 5 5

was der Seele zum Heils- und Lebensprincip dient

Sonnabend, 27. December.

, , r Ausfluß- in die Umgegend von Roza bevor. Beim PassirenAm frühen Morgen steht uns ein Ausnug m g ö . .

tt, , f, ai cTTorAntV im Endt des Oertcliens begrusscu uns einige Städter

3 de r h rohfdes Soirhmb mit den dizharmonischen Klängen eines indischen Musikstückes.Dies ist gerade an diesem Thore beim Empfange hoher Gaste seit langem tn Gebrauch.

Die erste centralindische Stadt von gesduchthcher Bedeutung, deren Besuch m.wenigenMinuten bevorsteh., ist Dewletabad, das eins, nicht ohne eme gew,sse Grosse gewesen .st EineZeit lang hat diese Stadt eine hervorragende Rolle im Dekhan gespielt Einige Grunde dafür lagenOrientreise. I.