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sind noch wichtige Details fast unberücksichtigt geblieben, dies und jenes müsste man noch etwasnäher kennen lernen, aber zu spät...“ muss man sich auf Schntt und Tritt bekennen.
Wer eine auch nur skizzenhafte Beschreibung von Dehli gegeben hat, dem bleibt nurwenig über Agra zu sagen. Sowol die Stadt als die Citadelle sind verhältmssmäss.g ]ung. IhrAufschwung hatte mit Akbar begonnen und unter Aurangseb sein Ende erreicht. Die Vergangen-heit der Denkmäler und Paläste dieser zeitweiligen Kaiserresidenz ist eine der politischen Gross-sten der bedeutendsten Moguls, mit deren Glück und Unglück es eng verbunden war. Die mehroder weniger bekannte Geschichte dieser Herrscher aber zu wiederholen und mit den Sehenswürdig-keiten von Agra in Zusammenhang zu bringen, liegt kein besonderer Grund vor. Während der
■ m!in eich dem Eindrücke des ranoramas von herr-
Reise gibt es Momente, wo, je unbewusster man sich ucu
® 1 _ t : p f pr /ur Seele spricht und desto unerschütterlicher
liehen Erscheinungen hingibt, dieses desto tieter /tu r
in der Erinnerung haften bleibt. Wenn man dies im Auge behalt, so erscheint es ebenso be-schwerlich als unerquicklich, historische Namen, Ereignisse und Jahreszahlen ,n aUzugrosser Anzahlaufzuführen. Was sollen solche Commentare, wo die Wirklichkeit über jede, auch die glänzendste
^ , . j ,, . . 1fvr nnc h im Stande wäre, ihre Charakterzuge, wenn
Beschreibung erhaben ist und blos ein Künstler no , . , ^ 1
, . . 1 • wii-klirhkeit die gleich einem iraumbiid oftmals
auch nur entfernt ähnlich, wiederzugeben, einer Wirkiiciiic , s
uns nur flüchtig anlächelt und dann entschwindet.
, , „ . , . , , njm'c <fpr alten Burg mit den traditionellen Diwan-
Die erlauchten Reisenden besuchen das Palais der anen ö
, . ,, . . . ü^Um-nnschee die an Pracht und Crosse diejenige
i-am und Diwan-i-khas, mit einer zweiten Perlenm ’ .. , , .
, , rr •*. rlpn lautlosen Gemächern und der zur Dschamna
von Dehli vielleicht noch übertreffen mag, mit den iauuosci _ . .
, , ^ T , • Tl-trrmerhöhungen, eine weisse und eine schwarze,
gehenden Terrasse. In der Mitte stehen zwei 1 hroneinonm ö .
* , . r j • 1 n-pLildpf haben soll, als den Thron des Moguls ein
Die letztere weist einen Riss auf, der sich gebifdet . , , c , P . ir
TT , . , , t: i- Radsrha der Dschats, der sich der Stadt zufälligerweise
Usurpator bestiegen habe. Es war dies ein Kadscna
auf kurze Zeit bemächtigt hatte. . , ,. . , • -,1
Ihre Hoheiten bewundern längere Zeit die Aussicht die sich von e,n m Mormoipavdtonder Palaisterrasse, an dessen Bau sich italienische Künstler betheiligt haben sollen, eröffnet. Vonhier aus erblickt man den Tadsch....
'■p j 11 ta r Ä- m • Qtpin “ wie e ne exaltirte Reiseschnftstellerm sich ausgedrucktTadsch! Das „Gedicht in Stein , wie cn 0
. r . ..... , . Temnel der Gattentreue und des Liebesgluckes C
hat. Sollte es nicht richtiger heissen „der iempta u _ ö
_ ^ , , , , . . . . VnrctTdt von Agra , ist von einer hohen Mauer um-
Der Tadsch erhebt sich m einer Vorstaat von ö ,
r . .. c • „1,^1 innen und einem Parke umgeben. Der Bau dient als
friedigt und mit Blumengarten, Springbrunnen , D B 7
,, , r- C 1 1 U 1 ,„A dip Kaiserin Ardschmand Bam Begum, mit dem Zunamen
Mausoleum für Schah Dschahan und die ivaxbci 0 , D „ ,
w ,, , , ,.. . u Aor Pqlasträume). Dunkle Gypressen und Bambusstauden
„Mumtaz Mahal “ (die Auserwahlte der f aiastrauiny -T. .
, . . , , \ „ T Todcrh Der Eingang zu den Garten geht durch ein rothes
erheben sich längs des Weges zum iadsc . ö .
, .. . , 1 -r. Köündpf Das Paradies steht denen offen, die reines HerzensThor, über dem sich die Aufschrift befandet.
lh t betr itt, bleibt man entzückt vor dem ungeahnten Bilde stehen,sind.“ Sobald man die Todesstatte semsr uem , f , . .
T, • oiiKpmPK Thor, es wurde aber von den Dschats entfernt und ein-
Fruher war hier ein silbernes iuuj.,
geschmolzen
0 Die Sultanin ist von ihrem Gemahl an diesem Orte ewigen Friedens beigesetzt worden,
. . • . r ~ c 1 -g uhp miteinander gelebt hatten. Ardschmand Bani Begum starb
nachdem sie in fünfzehnjähriger Llae nmeii uu & . v . . , ö .
• j 11 j , i„ - p j pm achten Kinde das Leben schenkte. Seit jener Zeit hat der verwitwete
in den Wochen, als sie dem aemen ...'11 . , „ ,
Sultan trostlos ihren Namen verehrt und hat über ihrer Asche eine Kuppel erbaut, worin das Echobeim leisesten Laut einer Stimme in melodischen Accorden antwortet und mit zartem Klange von
Orientreise. I.