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Orientreise ... Nikolaus Alexandrowitsch von Russland 1890-1891 / verfasst von ... E. Uchtomskij
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IN BENARES.

drang

und befolgt. Aus dem arischen Indien sind allerdings die Buddhisten von ehemals verschwunden;zum Theil sind sie vertrieben, zum Theil dem Brahmanismus und Dschainismus zurückgewonnenworden, denen der das ganze so friedfertige Heidenthum ausrottende Islam in hohem Maassevorgearbeitet hatte. Aber die aus den Tiefen der indischen Volksseele hervorgewachsene, bei denVolksmassen sich einschmeichelnde Religion erkannte nun die ganze Welt als ihre neue Heimat,

in die Binnen- und Küstenländer des mächtigenasiatischen Continents ein und fasste auf dessenwichtigsten Inseln Fuss, unterjochte vom- * Ganges weit entfernte Tropenländer und

von Schnee und Eis starrende Gebiete" " ^ ^ Sibiriens , als Zeugen indischen Schöpfer-

geistes, indischer Weltanschauung, in-

discher Weisheitsfülle und indischer

Heiligkeitsideale.

Nach dem ursprünglichen Reise-plane hatte derGrossfürst - Thron-folger von Calcutta aus einen interessan-ten Ausflug nachDardschiling, einemdicht an den Gren-zen von Sikkim undTibet gelegenen Sa-natorium, zu unter-nehmen beabsichtigt.Auf dieser Excursionsollte eine Oertlich-keit besucht werden,die sowol an er-habener Schönheitals in Bezug auf die Zusammensetzung ihrer ein-geborenen Bevölkerung lebhaftes künstlerisches undethnographisches Interesse bietet. Für uns Russenmuss das Interesse für dieses Gebiet um so grössersein, als das Reich des Dalai-Lama zwar nominell dieOberherrschaft des mandschurischen Kaiserhauses an-erkennt, thatsächlich aber in ziemlich enger Verbindungmit den Buddhisten des asiatischen Russland steht,die von alters her zu Studienzwecken die gelehrtestenKlöster Tibets besuchen, den Namen unsers Reiches selbst in die abgelegensten Orte Asiens tragen und bis in jene tief entlegenen Einöden einen Schimmer russischer Cultur verbreiten. Eshatte sich mir sozusagen von vornherein ein Gemälde von dem Besuche der indo-tibetanischenGrenze entworfen: unter der schweigsamen Menge der Leptschas, der mongolischen Unterthanendes Radscha von Sikkim , und der Bhutanesen, unter den keineswegs zufälligen Gästen aus Daschi-lhunbo, dem religiösen Hauptcentrum des südlichen Tibet , und aus Lhassa stehen in Andacht

STUPA VON SARNATH.