SÜDINDIEN.
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die Gmndlehren der von ihm studirten Heilkunde anschaulicher vorstellen zu können. Die religiösenVorschriften hätten es nicht gestattet, den letzten Rest eines lebenden Wesens m den Palastgemächern
aufzubewahren. ^ ^ Anhän ger der Brahmanen galt, erhob er sich doch
zuweilen über ihre Vorurtheile, und einmal trug er sogar kerne Scheu die altersgeheihgte Vor-schrift, sich nicht durch Berührung eines Todten zu entweihen, zu übertreten. Dies ereignetesich beim Tode von Schwarz, den er mit heissen Thränen beweinte, e.genhandig in ein kostbares
Leichentuch hüllte und zu Grabe geleitete. , . , , , T
Im Abendlande ist die irrige Meinung verbreitet, als ob die Hindus von ,eher der Natur-wissenschaft fremd gegenübergestanden und ausschliesslich einer speculativ - abstracten Welt-
W1SSe , , .1 ■ es dass z. B. die indischen Aerzte sich wegen
anschauung gehuldigt hätten. Aber wie kom ’ . , r 3 A r 1 r n
0 & & nno-pmeinen Hochachtung erfreuen? Auf dem Feldzuge
ihrer Geschicklichkeit von altersher einer unge . , . , .....
inrer vrebt . . j gs i n dus wohlunterrichtete eingeborene Heilkunstler.
Alexanders des Grossen traf sein Heer |enseits des maus » einheimischen
Die Inder brauchten damals von den Griechen überhaupt nichts entlehnen. Die einheim.
Ule muei uia . , wnvon die europäischen vor dem 19. Jahrhundert keine
Chirurgen verstan en sic au vi , ^ und der Ersetzung der Nasen z. B. haben sich die
Ahnung hatten, n er ei^ung von Engländer zweifellos als die Lehrmeister Europas
dunkelfarbigen Asiaten durch Vermittebng bereits die alten Perser hatten versucht, die
bewährt. Schon die Chahfen von Bag ^ J Himalaya zu übersetzen und zu studiren. Den
medicinischen Werre es o es jens Zweiges der Weltbetrachtung gab unzweifelhaft der
ersten Antrieb zur Blü,he dieses "zehn Edieren, die von“ Orissa in Bengalen
Buddhismus . Der weise so a sc ne e i nge meisselt finden, vor, sowol Menschen als Thierebis Afghanistan auf Fe sen un m Bestrebungen in dieser Richtung haben nicht wenig
ärztlich zu behandeln. Gera ® ie ie ^ in f rem den Ländern beigetragen. Noch heutigen
zum Erfolge der Religion u a c * Q sts jp; r jen, ohne selbst eine Ahnung davon zu
Tages erweisen sich ie urjatisc ien verp fli C htet sind, nicht allein überall den Kranken Hülfe
haben, als Heilkünstler altmdischer Ar d. -rp ^ ^
zu gewähren, sondern sie auch wie aie &
t 1- zsUAn sich aus Neugierde in ein weiter, entlegenes düsteresDie erlauchten Reisenden begeben sicn au> 5 . ö .
, t Höfe anstosst. Dort hat sich der Schwiegersohn desGebäude, das an die Pakste und deren^H ^ ^ ^ ^ ^
ziemlich armen Siwa sc 1 me:_erg ^ ^ jm j ahre i84I i n noc h halbwegs königlichen Ver-
und Kunst er urs exis h nem Baldachin auf einem Throne von Elfenbein, zu beiden
hältnissen. er Ra scra s ^ ss ™ prunkte mit einer Kleidung aus Goldbrokat, besass noch
Seiten Bogen, Köcher un ®e, dreihundert Frauen. Während der Empfangsstunden
vierzig Eleanten un . ei pf) ien f e dern, zündeten auf den Stufen dieses einem Spielzeug gleichenden
fächelten 1 m lener mi w ange n laut die erhabene Macht, Schönheit und die übrigen Vor-
Thrones Wei raue an un r , i en ver sunken lauschte er den plumpen Schmeichelreden; seine
zuge ihres Fürsten ... n t ra ze n Träumen, von müssiger Selbstüberhebung auf, aber heller
Augen güiten zuweien v ^ der nac b mahrattischer Sitte vorn auf dem Turban befestigt
noch euc itete er^gewa üg . nunterre - c bte. Die Enkelin Scharfodschi’s ist nicht mehr am Leben.
war un tie au ie ir * d m als sie, verwandelte seinen Wohnsitz in ein Lager von bric-
Ihr Mann, Vle Die beklemmende Luft in der Wohnung, der dichte Staub überall, die
a- rac- egens a • unter den Füssen , welche Ironie, auch das noch eine Sehens-
knarrenden, losen Dielenorenei
ürdigkeit Tandschors zu nennen..
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Orientreise. II.