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Die erlauchten Reisenden werden am Landungsplätze von den Behörden empfangen. Untereinem effectvollen grossen Triumphbogen hindurch, der die Inschrift trägt: „Saigon dem Cesare-witsch“, halten die\ohen Gäste ihren Einzug in die officielle Hauptstadt des französischen Indo-china Haufen von Asiaten, darunter Hindus aus Pondichery und Malaien, drängen sich auf denbreiten, schattigen Boulevards, die in kerzengeraden Linien die Stadt durchschneiden. Es ist nochgar nicht so lange her, so lag hier die unsaubere und nach der Art von Bangkok von Wasser-adern durchzogene Stadt der Eingeborenen.
Europäische Gesichter bekommt man nur wenig zu sehen. Die Zahl der Weissen ist ver-schwindend gering, obschon die sanitären Verhältnisse in Cochinch™ sich von Jahr zu Jahrbesser gestalten. Früher herrschte hier eine grauenerregende Sterblichkeit. Fieber aller Art undgastrische Störungen zerstörten in sehr kurzer Zeit die widerstandsfähigsten Constitutionen. Unter
j , 1 ,_ i- ooi+comp Thatsache, dass die Mestizen und Creolen aus französischen
andern beobachtete man die seltsame inaisacuc,
, , r Q TsWerueblüt, vom Klima Locnincninas mehr litten als die
Tropencolomen, sogar Mischlinge von JNegergcui > .
Ankömmlinge aus dem Norden. Heutzutage gehört das Cen.rum des Landes ,m Gegentheii zu
den verhältnissmässig gesündesten Aufenthaltsorten. Trotzdem hat die Entlegenheit der Colon,e
• J Al, • TWölkerung des Mutterlandes, ihr Gluck jenseits des Meeres
zusammen mit der Abneigung der Bevölkerung . .
zu suchen, bisjetzt nur eine ziemlich unbedeutende Anzahl von energischen Ansiedlern hierher gelockt.
Seine Wohlfahrt verdankt Saigon in erster Lime, wenn mcht gänzlich , dem rationellen Vor-
. , Tr- von etwa zwanzig Admiralen verwaltete die Stadt bis zur
gehen der Mannebehorden. Eine Keine von &
°. . . . ., , . . .■ lir ,j Krachte dem Lande — was auch die radicale Presse in rück-
Einführung einer Civiladmmistration und Dracmc . , r „ . . . . ,
sichtslosen Invectiven dagegen vorzubringen sucht - jedenfalls mcht geringem Nutzen als das
militärische Regime bei uns seinerzeit Centralasien gebracht hat Die Anwendung und Uebertragung
0 . . 1, .rr r j„ n Grundstock der hier wie dort herrschenden Lebens-gewisser europäischer Begriffe aut den ^ . , .
Anschauungen und im Gewohnheitsrecht wurzelnden Einrichtungen kann sowol dem Prestige der
Vormünder als den Eingeborenen selbst nur zum cra en &ereic en.
Ihren Hoheiten sind Gemächer im Gouvernementspalais eingeraumt Das Gebäude, das in
zwei Geschossen aufgeführt und mit einer Kuppel geschmückt ist kostete zwölf Millionen Franken.
Es soll den Eingeborenen, trotzdem es dem Leben und Treiben der Stadt etwas entrückt ist, doch
gewaltig imponiren. Tndochina bezieht ein Jahresgehalt von 180000 Franken,
Der Generalgouverneui von muucu . d. .„ T ,
, i- ü onr öc Pn tationsgelder mitinbegnflen sind. Das Leben in Cochinchinaworunter allerdings auch die Repräsentant & ° . , , . . r , , . .
, u •, französische Regierung versteht es auch, bei ziemlich beschei-
ist im allgemeinen wohlfer!.^ Die h auf derse|ben H5he zu erh:dten wie die Etl g länder
denen Ausgaben die Centralgewalt * h ^ aber Mfflionen dej
unter analogen Bedingungen, wooei uic ,
mögens der Eingeborenen vergeuden. , , . . A/r . .
& n • pu.ot machen die Vertreter der hiesigen Marine einen ausgezeichneten
Beim Galadiner im i aiasi . , . ,. . , , °
„. , , Pioniere des neuen Frankreich sind es ja, die in der letzten Zeit ihrem
Eindruck. Diese wackern Homere !
Vaterlande im fernen Osten ein ganzes Reich geschaffen, für die Wissenschaft und Cultur emriesiges Gebiet erschlossen, mit ihrem Blut eine Stellung an den Grenzen Chinas erkauft haben!Im Stillen Ocean verfügt die Republik über die sogenannte „Division navale de l’Extreme Orient“,die zur Stunde Contreadmiral Besnard befehligt. Flaggschiff ist der zweithürmige PanzerkreuzerTriomphante“ der zum Bestände des berühmten Geschwaders des verstorbenen AdmiralsCourbet gehörte.
Der GeneraDouverneur bringt einen Toast aus auf Seine Majestät den Zaren, worauf SeineKaiserliche Hoheit der Grossfürst-Thronfolger für den gastfreundlichen Empfang dankt und denPokal auf die französische Nation und ihren Präsidenten erhebt.