AUF DEM JANGTSEKIANG. 3I) -
man hinter den uns umgebenden farblosen Nebelschleiern das schwere Athmen des bedrängtenOceans. Die glühende Sonne trachtete von Zeit zu Zeit mit Gewalt durch die Wolken zudringen, doch schüchtern glitten nur einige helle Streifen unter dem Gewölbe unsers Nebelgefängnisseshin und vermochten nichts zu erkämpfen . . . Nur über eins mussten wir uns stets wundern, darüber,dass beide chinesische Convoischiffe mit musterhafter Consequenz die „Pamjat Asowa“ nicht einenAugenblick verliessen. Ohne Pfeifensignale, von dem Wogenstrudel hoch umspritzt, wussten sienichtsdestoweniger die Befehle Li-hung-tschang s ehrenvoll und pünktlich zu erfüllen.
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Am 12. kamen wir in die Nähe der Mündung des Min-Stromes, wo den Grossfürsten-Thronfolger eine Deputation zweier russischer Theehandelsfirmen der Stadt Fu-tschou erwartete.
We^en des nebeligen Wetters findet der Dampfer, der von unsern Landsleuten gemiethetworden ist, & um den hohen Gast schon an der Küste zu bewillkommnen, nirgends die „Pamjat Asowa“.
Mittwoch, 15. April.
Gestern warfen wir einige Dutzend Seemeilen von Schanghai bei der Gruppe der „Sattel-Inseln“, die von Gontscharoff’s „Pallada“ besucht worden sind, Anker. Hier müssen wir unsvon dem Riesenkreuzer wegen des im Frühling auf dem Jangtsekiang herrschenden niedrigenWasserstandes auf anderthalb Wochen verabschieden. Wir fahren den Strom hinauf bis Hankau aufdem „Wladiwostok “ von der Freiwilligen Flotte. Schon wird unser Gepäck auf denselben übergeladen.
Zuerst bestand die Absicht, auch Schanghai anzulaufen, da dasselbe ein wichtiges undhöchst interessantes Pendant zu Hongkong bildet. Angesichts jedoch des viel zu kosmopolitischen