Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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ge und Benutzung einiger rlufsgegenden hervofbnngen müssen. Ja! ehemals schiff-bare Flüsse können jetzt nicht mehr von den kleinsten Booten befahren werden.Die wasserhöhe des im Anfang des Jahres 1802. und im febr. 1808. eingetretenenhohen Rheins von Strasburg bis Mainz , war beyspiellos : denn nie hatte dieser rhifsbeym offenen, von Eisstopfungen freyen ströme, die Hohe von 20 rufs über den nie-drigsten wasserstand bey Strafsburg und 14 bis 15-f Fufs oberhalb Mainz erreicht.Aehnliche rlufs - Anschwellungen sind ini Februar 1808. nicht mir in Deutschland ,sondern auch in Frankreich und Holland vorgefallen. Ja die Verwüstungen, welchedie u eher schwemmungen seit 1784. in Deutschland , Italien , Frankreich und Holland angerichtet haben, waren so bedeutend, dafs sie einen grofsen Theil von den wohl-thaten, welche die Flüsse ihren Anwohnern bringen, vernichtet haben. So zerrifs z.b. der Eisstrom des holländischen Rheins der waal und vsel, im Jahr 17QQ. dreyund zwanzig Diimme, bedeckte eine Landschaft von 6 3 Quadratmeilen; zerstörte vie-le schiffe und eine grofse Anzahl von Gebäuden und alle Dämme am nhein von Strafs-burg bis Holland . Wo ich als Geschäftsmann wirken konnte, habe ich für die Si-cherheit der Rheinuferlande gesorgt. Gleich in jenem Jahr und in denen darauf fol-genden zwo Jahren habe ich die Rheindämme im Darmsiädtischen zwey bis dreyschuh über die Hochgewässer erhöhet und längs dem Main eben so hohe Dämme an-gelegt, wodurch dieses Land gesichert worden ist, welches die letzten hohen Anschweklungen der Flüsse Rhein und Main bewiesen haben. Was nun in einem kleinen Landemit geringen Kräften von einer klugen und bey ihren zum allgemeinen Ecfslen ab-zweckenden Beschlüssen standhaft bleibenden Regierung geschehen kann, läfst sichdies nicht auch in gröfsern Ländern mit weit mehr nülfsmitteln anwenden? Nur inüfses mit oekonomie und nach Grundsätzen geschehen! Alle diese wiederkehrenden uo-berströmungen sind die unleugbarsten Beweise, dafs sich die Flufsbetten erhöhen undbreiter werden, mithin die strommasse nicht mehr mit der gleichförmigen Geschwin-digkeit abfliefsen lassen als ehemals. Diese auf die Grundsätze der Hydrometrie ge-baute Behauptung kann hlos von solchen Personen, denen diese Grundsätze fremdsind, angegriffen werden; denn nur in der Wasserbaukunde unwissende werden be-haupten, dafs die partiellen Erhöhungen der Flufsbetten keine Anschwellungen desStromes hervorbringen. Diese Ei'höhung der Flüsse, die Vermehrung der Inseln, dievielen ström. - Aeste und die Serpentinen haben bey den mehrsten Flüssen sich auf ei-ne sehr beunruhigende weise vermehrt. So hat zum Beyspiel die Mündung der Maas ihr Fahrwasser seit dem Anfänge des vorigen Jahrhunderts verlohren, die Schiffe müssenvon Rotterdam fafst nach Dortrecht hinauf, und dann wieder ins naringvliet vor Helvoetvorhey, um in die Nordsee zu kommen. Da wo die Römer in der ungeheuren wei-ten Maas eine Flotte aufstellten ist der rlufs jetzt versandet, weil die waal den gröfs«ten xheil ihres Stromes durch den Alten - jviel in den nondsbosch und von da ins mcmergiefst (iah. 39 .). Der Rhein , dessen mittlerer Arm sich ehnweit Katwyk in die see

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