Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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oder flach ablaufenden ufer, nach iwafsgabe seines Wasserstandes, ausbreitet; und dafsdie Begränzungslinien des Stromes beym niedrigen Wasserstande näher zusammenrücken. Daher müssen denn auf der Karte die strombahnen nach einer einmahl an-genommenen wasserhöhe (Normal-wasserhöhe) begrenzt werden: denn ohne dieseBestimmung kann man nicht zu einer genauen Kenntnifs von dem jeweiligen zustandedes Stromes gelangen. Da wo die verschiedenen wasserstände keine merkliche Abän-derungen in der Breite machen, ist ohnedem in dieser Rücksicht begreiflich jederwasserstand gleichgültig; er kömmt also nur da in Betracht/wo flach ablaufende ufersind. Indefs auch hier ist er nicht immer gleich wichtig. Aber erklärt mufs einsolcher wasserstand, bey dem die Gränzen der rlufsbahn gezogen sind, werden: sowie diefs auf Tab. 7-, worauf cöln liegt, geschehen ist.

Bey einem schart- oder abbrüchigen ufer fällt die Bestimmung der Begränzungs-Linien weg, weil es während jedem hohen Wasser einstürzen und also eine andereGestalt annehmen kann. Es mufs also dessen steile Abdachung und die Krümme durchStriche angedeutet werden, wie diefs Tab. 3. rig. 1. bey der Erfelder weide vom Dbis E geschehen ist. Längs den hohen ufern, die ein beträchtliches vorufer, odereinen sanft abhängenden Fufs haben, werden die Begränzungslinien, in Hinsicht desangenommenen wassersiandes, dadurch angedeutet, dafs sie mit einem striche gezo-gen werden. So ist z. b. (Tab. 3.) die rechtseitige Gränze der strombalm vor stock-stadt, von der Modau Bach-Mündung an bis zum steinern werke no. 1., auf 7 schuhErfelder pegelhöhe gezogen. Düsseldorf gegenüber (iah. 1.) ist sie zu 4 schuh10 zoll Düsseldorfer pegelhöhe gezeichnet worden u. s. w. In zeichnnungen wird dieBahn bis zu diesen Linien illuminirt; im Kupferstiche kann alsdann die so begrenzterlufsbahn mit schlängelnden strichen ausgefüllt werden, wie diefs auf Tab. 5. bis14. geschehen ist. Kurz alle flach abgehenden Kiesbänke und Inseln, die über die-sem angenommenen normal - Wasserstande hervorragen, werden da mit contourenbegrenzt, wo dieser wasserstand streicht, welches am deutlichsten auf Tab. 13. inder Gegend von Emmrich und bey Düsseldorf Tab. 1. wahrgenommen werden kann.

Wenn der Flufs über den Normal - W'asserstand gestiegen ist, und die Aufnahmebey einem höheren Stande bewerkstelliget werden soll, so werden die Begrenzungs-Linien vermittelst einer Tiefenmessung, und wenn er unter dem Normal - Wasserstandeist, vermittelst des Nivellements bestimmt werden müssen, nämlich von denjenigenFlufsbezirken, die so wichtig sind, dafs die Hohen der flachen ufer und der Kies-bänke auf die Wasserbauten wesentlichen Einflufs haben; welcher Fall z. B. bey sol-chem Flufsbezirken, wie die Erfelder Serpentine (Tab. 3.) ist, eintritt, wo die demschartufer gegenüber liegenden Kiesbänke, die vorzügliche Ursache des Abbruchessind. Da diese Ausmittelung durch ein Nivellement, oder vermittelst der Tiefenmes-sung, mit einiger Schwierigkeit verknüpft ist; so ist es rathsam, die geometrische Auf-nahme der Flufsbahnen , bey der Normal - wasserhöhe, wozu ich denjenigen wasser-

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