Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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pendiculär -, als nach Diagonal - Richtungen mit dem Strome abgefahren, *und diepuncte, ohne Anker zu werfen, mit ziemlicher Genauigkeit (wenn anders die Kar-ten richtig aufgenommen und nach den vorgeschriebenen Mafsstäben gezeichnet sind)bestimmt werden können. Man sieht ferner, dafs die Tiefenmessungen auf grossenFlüssen in drey bis vier Linien vorgenommen werden müssen; dafs die Methode, die■riefen nach Diagonal - Linien zu messen, wie z. b. Tab. 3. und 16., und mehrere in de-nen zu diesem werke gehörigen Flufskarten bezeichneten Tiefenmessungen, beweisenden unterschied der Tiefen sehr deutlich vor Augen legt.

Zum Beschlufs dieser Materie will ich noch diejenige Methode, der man sich inHolland ehemals bey den Tiefenmessungen bediente, und derjenigen, nach welcherspäterhin dieselben angestellt wurden, und die in einem, in holländischer Sprache, ge-schriebenen Manuscripte erklärt sind, im Auszuge, aufnehmen.

„Bey der bisher in Holland gebräuchlichen Methode die riefen zu messen (sagtBrünings in diesem Memoire) hätte man in der Berechnung der wassermenge, die ein Flufsführt, die Gröfse der Profile nicht genau berechnen können und dadurch Veranlassung zuIrrthümern und ganz falschen Schlüssen gegeben. Um hiervon auf das Deutlichste über-zeugt zu werden, darf man nur die heygefügte erste und zweyte Figur (sie sindTab. 2Ö. unter denselben mimern dargestellt) ansehen. Die erste Figur zeigt denDurchschnitt eines Flusses, dessen Tiefen, einmal bey einem Wasserstande von 8 Fufsund ein zweytesmal bey 3 Fufs am Pegel, gemessen wurden, da mittlerweile, wederam Boden noch an den ufern, auch nicht die geringsten veränderungeu erfolgt seyn. “

„Ich nehme an“, fährt er fort, „dafs bey der wasserhöhe von 8 rufs die Tie-fen an 20 verschiedenen stellen so gefunden wurden, wie sie längs der Linie A Bangezeichnet sind. Die Summe dieser 20 verschiedenen liefen mit 20 dividirt,giebt für das profil A E D B, bey einem Wasserstande von 8 Fufs pegelhöhe,eine mittlere Tiefe von 8,55 Fufs. Bey einem Wasserstande von 3 Fufs pegelhöheliegen die ufer A E \md B C trocken. In diesem Profile sind daher nur an 15 ver-schiedenen stellen die Tiefen gemessen. Die Summe dieser 15 verschiedenen Tiefendurch die zahl 15 getheilt, giebt eine mittlere Tiefe von 3,6 Fufs. Diese nach dergewöhnlichen Methode zu 8 Fufs pegelhöhe reducirt, das ist, den unterschied derbeyden wasserhöhen, oder 5 Fufs, dazu addirt, so bekommt man eine mittlere riefevon 10,6 Fufs. Man schlgtfs also hieraus, dafs der Strom, seit der ersten Tiefenmessung,sich um 10,6 ■— 8,55 =: 2,05 rufs vertieft habe, da doch derselbe, nach der Voraussetzung,weder auf dem Boden, noch an seinen ufern, die geringste Veränderung erfahrenhatte. Man setze ferner voraus, dafs ein Flufs in dem Profile, worin die Tiefen gemes-sen werden, sich sehr merklich verändert habe, so dafs dasselbe, wie es in derzweiten Figur (xab. 26. Fig. 2.) dargestellt ist , bey der ersten Tiefenmessung bey .ei-nem wasserstande von 8 Fufs pegelhöhe, die Figur A B C D E F A bildete. Für diemittlere Tiefe dieses Profils findet man 6,962 Fufs. Bey einer spätem Tiefenmessung,