Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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ne Bewegung des Wassers Statt findet , in gleiche -rheile einzutheilen, in diesen punctendie riefen, zwischen je zwoer puncte aber die Geschwindigkeiten zu messen, undalsdann die mittlere Geschwindigkeit einer perpendiculaire mit dem Flächeninhalt dieserAbtheilung des Stromprofils zu multipliciren, um seine wassermenge zu bestimmen.

Hat man auf diese weise die gesammte wassermenge gefunden, und darin denFlächeninhalt selbst dividirt, so erhält man seine mittlere Geschwindigkeit. Mankönnte auch das profil in ungleiche nistancen eintheilen, und so verfahren, dafs derHauptstromstrich zwischen zwey Tiefenmessungen fallt. Nach dem ufer zu , wo dieGeschwindigkeiten wegen den vielen Störungen und der Verzögerung von der Adhä-sion, die die ufer bewirken, schnell abwechseln , mögen sich die Distanzen nähern.

Können der Kosten wegen solche Geschwindigkeitsmessungen in mehrern perpen-diculairen nicht bewei'kstclliget werden, welche jedoch mit dem hydrometrischenStahe sehr unbedeutend sind, so messe man diejenige Abtheilung der stromsection,worin eine Bewegung statt findet, die Tiefen in verschiedenen puncten, um den Flä-cheninhalt der section zu erhalten, und beobachte die Geschwindigkeit des stroin-striches von der Oberfläche bis 6 // darunter mit der hydrometrischen Kugel, verviel-fältige diese Geschwindigkeit (welche wie ich schon öfters anführte, dermittlern Geschwin-digkeit gleich gesetzt werden kann) mit dem Flächeninhalt des profiils um die was-sermenge zu erfahren,

§« 139 . In den Berechnungen s. 40 bis 42 habe ich diese 3 verschiedenen Me-thoden ausgedrückt, und ich will daher nur noch einer 4ten gedenken, welche beyMühlgerinnen anwendbar ist, um die mittlere Geschwindigkeit und wassermenge zuerfahren, und zwar aus^der aufgefangenen wassennasse m, welche in einer bestimm-ten zeit t abgeführt wird. Ist der Flächeninhalt f, so ist die mittlere Geschwindig-M

keit = y-jy Da aber das in Flüssen, grofsen canälen und selbst kleinen Bächen her-abfliefsende wasser nicht aufgefangen werden kann, und dies selbst bey Gerinnen oftmit den gröfsten Schwierigkeiten verknüpft ist, so bin ich der weitern Beschreibungvon dem einfachen verfahren bey dieser Messungsart billig überhoben, so sicher auchihre Resultate sind, wo sie in Ausiührung gebracht werden kann.

$. 140. Zu den Untersuchungen beym Flufsbau gehören auch die widerströme,die wir so häufig bey uferecken und bey solchen Flufsbauwerken, die in den strömhineintreten, antreffen. Man mufs also ihre Drehungen, die Wirbel und diesen ihre Richtungkennen lernen; daher längs dem ufer Merkpfähle in gewissen Entfernungen abstecken, undnach diesen und der Lage des ufers die Wirbel in die Karte einzeichnen. Ein Bey-spiel davon giebt die in rig. a Tab. 16 . dargestellte Aufzeichnung der widerströmeunterhalb dem unweit cöln am nhein gelegenen oorfe porz.

$. 141. Der Flufsbaukundige hat auch das Material des Flufsbettes, sowohl dasjenige,welches in der Oberfläche des uferlandesliegt, als dasjenige, woraus der Boden besteht, so

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