Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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mit Gewifsheit schliefsen können, dafs sie durch wasserbainverkc fortgeschaft werden,könne? So wird man, um ein neyspiel anzuführen, die in der Mündung des Neben-armes zwischen eher - zündorf und weifs (xab. l6.) entstandene Anlage vermittelsteines an die Inselspitze anzulegenden Schöpfwerkes a b fortschaffen können. EineBehauptung, wovon der Leser künftig den Beweis* finden wird. 4) Indem sich nunaus den Veränderungen, welche mit dem Strome und den Richtungen der Überschwem-mungen vorgegangen sind, beydes, ursaohe und Wirkung auifinden und entdeckenlassen, so ist es einleuchtend, dafs der Flufsbau, ohne die Kenntnifs davon, nichtzweckmäfsig betrieben werden kann. Daher mufs denn auch der Ingenieur allenFleifs anwenden, um zu ihr zu gelangen, und der Staat mufs alle Mittel dazu darrei-eben. Worin diese aber bestehen, davon ist bereits vorne gehandelt worden.

Wenn man indessen aus den mangelhaften Nachrichten nicht immer eine voll-ständige Stromgeschichte zu entwerfen im stände ist, so mufs sie aus den einzelnenbekannten puncten der alten Bahn abgeleitet werden. So ist z. b. der ältere Laufdes Rheines längs normalen und Baumherg, w*ie er Tab. 8. beschrieben ist, nichtallein nach der Tradition, sondern auch aus dem Locale, anzunehmen, und die un-tere Bahn läfst sich aus der obern so ableiten, wie sie vorgezeichnet ist. Aehnliche Bey-spiele müssen bis zur Stromgeschichte des Rheines verspart werden. Diefs einzige bewei-set indessen schon hinlänglich: dafs man auch zu den geschichtlichen Untersuchungeneine Rärte von dem Flusse und den rlufsgegcnden zum Grunde legen müsse.

So wichtig nun die Kenntnifs von den, mit der strombahn und dem Zuge derueberschwemmungcn, vorgegangenen Veränderungen ist, eben so lehrreich sind diekünftigen Beobachtungen bey Eisstopfungen, Eisgängen und Inondationen. Mit glei-cher Vollständigkeit, womit diese in der hydrotechnischen Karte verzeichnet und nie,dergeschrieben werden sollte, um daraus wissenschaftliche Raisonnements abzuleiten,sollte auch aufgezeichnet werden :

Die Geschichte der wasserbauwerke.

Sie wird uns den zweck, den man mit den werken erreichen wollte, angeben,und uns belehren, in wiefern er dadurch erreicht worden ist; von welcher Dauer diewerke waren, und welche Feinde sie zum Theil ruinirten oder gänzlich zerstörten.Bey jeder Untersuchung, die in dieser Absicht angestellt wird, sollte man, wie wirglauben, immer auf die Hohe des Stromes, auf die Lage der Deiche und auf dieHöhe der ueberschwemmungen und auf ihren zug; wo die Plätze sind, in denen sichEisstopfungen ereignen, wo Deichbrüche erfolgten, sorgfältig Rücksicht nehmen. Hatdann der Ingenieur alle die vorgeschlagenen Messungen angestellt, so mufs er fähigseyn, über die Wirkungen der Anlagen im voraus zu urtheilen, und er sey also ge-halten, kein Bauwerk anzulegen, ohne die Folgen vorher entwickelt zu haben. Er