Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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geben. Die nöhe der von dem vfer in dem ström hineintretenden Bauwerken richtetsich nach dem zwecke, welchem sie entsprechen sollen. Wenn z. b. ein separations-rrerk , das sich an ein, den höchsten wasserstand übersteigendes, künstliches odernatürliches ufer anlehnt, den ström in zwey Acste theilt, und ihn von dem unterhalb dem-selben liegenden ufer abhalten soll, so mufs dessen Hohe an der Wurzel wenig unterdem höchsten Wasserstande des eisfreyen Stromes gelegt werden. So liegt z. b. dasSeparations-werk ab Tab. 23. zwischen der waal und dempannerdenschen Kanal IQ Fufsüber den niedrigsten wasserstand; der höchste hat aber IQ Fufs il zoll (s. 140.) be-tragen. Soll das separations - werk aber nur den vollen - Strom in zwey Flufsarme ab-theilen, so gebe der Ingenieur demselben eben die nöhe des vollen - Stromes. Liegt einam ufer in den ström tretendes Bauwerk vor einem auf ein Bruch - ufer, gelegten Deiche: somufs dessen Hohe an der Wurzel wenigstens die mittlere wasserhöhe des eisfreyenStromes erreichen, damit es bey dieser Höhe den Deich beschütze. Dagegen sind diezukribbungen der Flufsarme nur zwey bis drey schuh über den niedrigsten wasser-stand des davorstehenden Stromes (wenn das sinken desselben berücksichtiget ist) an-zulegen, damit das vom hohen Strome herabgeführte Material in den abgedammtenrlufsarm hineinfalle (*). Bey zukribbungen, die man an der Mündung eines neuenrlufskanales anlegt, ist diefs nur bey demjenigen Theile der zukribbung zu verste-hen , welcher nicht den vollen - ström in den Durchstich hineinzuwerfen oder, aufzu-schöpfen hat. Die Hohe desselben mufs nämlich (sowohl der Anfang als das Ende derxnklavirung) die nöhe des vollen - Stromes , wo nicht iibertreflfen, doch wenigstensihm gleich liegen, damit diese zukribbung den vollen-ström in den Durchstich führt.

Wird aber ein langer Flufsarm zur Beschleunigung seiner Verlandung, mit meh-reren hinter einander folgenden zukribbungen abgedammt, so mufs die untere nächst-folgende zukribbung, in Beziehung des Wasserstandes, höher, als die obere gelegt wer-den, so dafs, zwischen der Oberfläche beider werke ein stillstehendes wasser entste-het, welches also früher zufrieren wird, als der Strom, und auf dessen Oberflächesich Eisschollen auflegen, folglich ein Eisdamm entsteht, welcher dem Angriff des Eis-ganges auf die zukribbungen selbst schwächen mufs. Auf diese weise wird auchder hohe Strom sein Material in dem so abgedammten Bezirke absetzen.

Eben diese Rücksicht tritt bey der Anlage jeder Fangkribbe F c Fig. a Tab. 20.ein. Diejenigen isolirten werke, welche längs dem concaven ufer ein Vorland, erzeu-gen, und vermittelst Aufstauung und Abwertung des Stromes an dem gegenüberliegen-den convexen ufer eine Abnahme bewirken soBon, müssen an ihrer wurzel der Hohedes vollen - Stromes gleich liegen. Legt man sie höher, so ist ihnen der Eisganggefährlich, und legt man sie niedriger , so können sie keinen hydraulischen Effect, das

(*) Bey der wasserhöhe von 4 bis 5 Schub führen nämlich die Flusse gewöhnlich erst Material herunter,weil sie liey einem niedrigem wasserstand nicht Geschwindigkeit genug haben ; dasselbe fortzurollen.Nur BergSiisss rollen bey einer wasserhöhe von drey Schub das Material herab.