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verständig verfährt daher eine Behörde , wenn sie meint : dafs der Ingenieur derglei-chen werke so anlegen könne , dafs sie keine Unterhaltung erfordern!
Für den Flufsbau ist das perpendiculaire Kribben-System, wenn es nicht von ein-sichtsvollen nydrotecten, dem Locale und der Natur des Flusses angemessen, in An-wendung gebracht wird, vom gröbsten Nachtheile, und nie sollte es unbedingt inAusübung gebracht werden.
Drey Feinde sind es also eigentlich, welche die Wirkung solcher frey in dieFlufsbahn hineintretenden werke zu zerstören trachten: l) der Eisgang, 2) der darauffallende und das Bett vor denselben vertiefende Strom, 3) die widerströme, welcheletztere so wie der darüber fallende Strom die Verlandung des Bettes unterhalb diesenWerken verhindern.
$.107. Was den Angriff des Eisganges, des Stromes, was ferner die von den letztembewirkende Vertiefung des Bettes, vor dem nopf eines solchen Bauwerkes, anbetrifft, sowird der Flufsbaukundige dem allen begegnen , wenn er die Form und Hohe der Bau-werke so einrichtet, wie dies in den §. lö 3. bis 1 65. angerathen ist. Ich will daher hier dieWirkung der widerströme näher betrachten, dann erst die sie unschädlich machendenVorkehrungen, so wie diejenigen Mittelangeben, welche unterhalb den werken Verlan-dung erzeugen.
l) Die widerströme anbetreffend: so werden sie durch jedes in den ström freytretendes Bauwerk verursacht, weil der durch dasselbe aufgestaute Strom um dessenKopf sich umbiegt, indem er in das dahinter liegende niedrigere Wasser fällt. Wirklichist es anmerkenswerth, dafs in den hydrotechnischen Schriften über die Wirkungdes Widerstromes und des Stromes ueberfall über die Bauwerke, so wenig von Be-deutung vorkömmt, da die erstem doch jedermann in Flüssen, auch bey den klein-sten, am concaven ufer liegenden Bauwerken beobachten kann. Beydes, der widerstrom unddas über ein Bauwerk fallende wasser, sind aber von so wichtigem Einflüsse sowohl auf dieufer, auf die Bauwerke und auf die Anschlickungen, dafs sie alle bisher bekanntenTheorien über die beste Lage der Einbaue, (wozu auch diejenige Theorie , welche Bossut undviallet darüber in ihren Schriften geben, gezählt werden mufs,) unanwendbar machen. Esist nämlich bey diesen Theorien immer vorausgesetzt worden, dafs sowohl oberhalb alsunterhalb des Bauwerkes ein Dreyeek erzeugt werde, worin das wasser still stehe.
Brünings und Tetens (a), die beyde mit philosophischem Geiste den Wirkungender Natur nachspürten, sind ausser zendrini (b) und Hunrichs, heynahe die einzigenschrifsteller, welche auf den widerstrom achteten. Des erstem freundschaftliche An-merkungen , womit er die weltmännischen Bey träge zur hydraulischen Architektur
( a) Im 5jten Briefe seiner Reisen in die Marschländer an der Nordsee,
(b) In der zweyten Florentiner Ausgabe der naccolta irtu. p. 2Ö4. Wo er aber vorzüglich seine Demon-stration auf die wirbel richtet. Er sagt: ,, Fiesta poi manifesto ' che quanto maggiore sara veiocitkdeir acqua corrent e de] fiume, i fortici succederauo di diametro piu dilatato. ”