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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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sirken und andern Reisern gebundener Reiskörper, der nur so Schwer seyn mufs, dafsein Arbeiter ihn von sich werfen kann. Die Reiser mögen aus allen Holzgattungenbestehen, wenn die Faschinen unter wasser kommen, weil das nolz, wenn es zurzeit gehauen wird, in welcher es nicht im safte steht, und die Blätter davon gefal-len sind, unter wasser gelegt, nicht fault. Also müssen, ausser in Nothfällen, dieüber den niedrigsten wasserstand kommenden Reiser aus weiden oder rappeln beste-hen, weil dieses hoIz ausschlägt, welches bey Buchen-, Eichen - oder Tannenreisernicht der Fall ist: da diejenigen Reiser aber nicht roden treiben, welche im Saftesind, so sollte man sie in diesem zustande und belaubt, nur im Nothfalle zu Faschi-nenbauten anwenden. Diese sollte demnach der Ingenieur vorzüglich von Mitte oc-tober bis Anfangs April aufführen. In dieser Jahrszeit stehen auch die Flüsse zumniedrigsten, folglich kann man nicht nur leicht das Beschwerungsmaterial, welcheszur Aufführung der Faschinenbauwerke gebraucht wird, haben; sondern auch leich-ter bauen, und vorzüglich die in den Strom hineingehenden Bauwerke und zukrib-bungen, welche während des wachswassers, eine bedeutende Austiefung des Rettes ver-ursachen. Im May, Juny, July und August steigen aber die Gewässer gewöhnlichhoch. Ausnahmen gibt es indessen bey manchen Flüssen, auf die der IngenieurRücksicht nehmen, und daher vor dem Eintritt des Saftes in das hoIz, das zu denFaschinen erfoderliche hoIz hauen lassen mufs, um es bis zur Bauzeit aufzubewah-ren. Leider werden aber die Ingenieure durch die in vielen Ländern statt findendeschlechte Finanzwirthschaft, so wie durch die absurde Einrichtung der Geschäfte, vonder Ausführung der Bauten, fn der besten Bauzeit, gehindert, d. i. in der zeit, wel-che- von der Klugheit nnd Erfahrung voi'gezeichnet ist. Doch! ich komme auf diespecielle Materie zurück !

Eine von 8 bis l6 schuh lange, und Q bis 12 zoll am sturzende dicke Faschinekostet an Hauer - und Binderlohn gewöhnlich einen Kreuzer. Wenn das Holz dicksteht, so kann ein flcifsiger Arbeiter 40 bis ÖO Faschinen des Tages hauen und bin-den. Die zum Hauen bequeme Holzhaue ist in. Fig. 6 . rab. 20. , nach einem 6tclder wahren GrÖfse gezeichnet. Dieser Haue oder Hiebe bedienen sich die Arbeiternur zum Hauen des dünnen Holzes; zu dem des starken, wird das Beil gebraucht.Auch zum Aulhauen der Faschinenbunde (bey der Aufführung eines Baues) womit je-de Faschine zweymal gebunden ist, wird die Haue gebraucht, und wenn die Arbeiterdie Bunde der in den ström geworfenen schwimmenden Ausschufslagen aufhauen müs-sen, so erhält die naue einen mehrere schuh langen stiel.

§. 179. Die pfähle, womit die Faschinen untereinander befestigt werden, nenntman spick - oder Handpfähle. Sie sind vier Fufs lang, oben zwey zoll dick, undmögen aus allen Holzgattungen bestehen. Zu den in den obern Lagen der Faschi-nenwerke einzuschlagenden rfählen, nehme man Pappeln oder weiden, weil dieseshoIz roden treibt# Jeder pfähl wird oben auf einem feststehenden hölzernen pfoslen