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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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Diefs Nivellement beweifst, dafs am l 6 . August 1807 der hohe ström, ln der rlufs-correction unterhalb Bogenhausen , am niedrigsten, zwischen töIz und Landau stand.Es ist mehr als hinreichend, die Meinung derer zu widerlegen, welche der rlufscor-rection das nochgewasser zuschrieben. Diese müssen nämlich beweisen, dafs 7 Fufs11 zoll mehr als l 6 puls 9 zoll 'sey. Denn die letztere wasserhöhe über dem niedrig-sten Stande, fand oberhalb der Isar - Brüchen bey München und die erstere in derrlufscorrection statt. Diese Senkung von der Oberfläche der Isar hatte unterhalb derEOgenhauser-Brücke, gegen die ehemaligen wasserstände, am 16 .August 1807, 5§Schuhbetragen. Die Geschwindigkeit kann aber in dem regulär vertieften Belte unbescha-det des Abflufses vom hohen Strome sich verringern, siehe den 146 *$.

Was die Breite des Isarflufses in seinen regulären sahnen betrifft, so ist sie, bey5 bis 6 Fufs pegelhöhe, in einer Entfernung von 1800 rafs; (oberhalb München , bey MariaEinsiedel, 320 Schub); unterhalb Freysingen, 9 Stunden unter München , 300'; ober-halb Landshut eben so viel; unweit der Isarmündung 350 schuh. Eingeschränkt warsie vormals oberhalb der EOgenhauser Brücke zu 2Q0 schuh. Bey der Münchner Isar - Brü-cke bleibt zur profilbreite kaum 200 Fufs ; zwischen Thalkirchen und München hatman die Isar auf eine mittlere Breite von einhundert schuh, bey einem wasserstande.von 4 Fufs, wie* das profil rig. v, und die Haupt.karte zeigen, beengt. Also sinddiejenigen Personen widerlegt, welche die von mir angenommene weite von 320, alsunzureichend erklärten. Ich komme sonach jetzt zu den vorzüglichen Localursachen,welche bewirkten, dafs die am 16 . August entstandenen Hochgewässer bey München höherstiegen, als sie gestiegen seyn würden, wenn man den Ablauf des Flusses nicht durchmehrere Hindernisse gehemmt hätte. Sie gehen ganz bestimmt aus dem vorstehendenNivellement hervor, und bestehen, wie gesagt, in den hohen ueberfallwehren, dem8 rufs zu hoch liegenden Abrechen - wehr F, und der engen grofsen Isarbrücke.

Die beyderseitigen correctionsbauten wurden nun bis zum Jahre 1810 soweitfortgesetzt, als sie auf Tab. c mit einem starken stricke angedeutet sind; so dafs dierechtseitigen werke eine Länge von 11150, und die linkscitigen eine Länge von 14Ö55schuh haben.

Im Jahre 1808 wurde oberhalb der EOgenhauser - Brücke bey t auf der linkenSeite ein perpendiculäres werk angelegt, und auf der rechten bey t l 8O9 ein anderes.Dieses letztere hatte den Strom aus der, oberhalb demselben liegenden concave ge-worfen, und die Sandbank s erzeugt; jenes beschützt den alten Damm, und hatgleichfalls eine Kiesbank bis zu dessen spitze hervorgebracht. Damit der hohe ström,,welcher im August 1807 einen von w nach z in der punctirten Linie gelegenen Dammfortgerissen hatte, zwischen EOgenhausen und der BOgenbauser Brüche nicht eindrin-gen konnte, wurde der auf der Karte angedeutete Damm, der bey der perpendiculä-ren Kribbe t anfängt, in einer geraden Richtung, zwey schuh über die iiochgewässer,aufgeführt.

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