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canale beobachten, dessen Tiefe bereits einen Schuh Q zoll bis 3 Schuh betrug. Es warendiese zwo feyerliche nächte; die prachtvollen mit Schnee bedeckten Gebirge waren beydem Mondenschein sichtbar; und die Feuermassen, welche man unterhielt, um dieganze Arbeit genau zu beleuchten, damit alles ungliick bey einer so gefahrvollen Ar-beit verhütet ward, spiegelten sich in dem majestätischen und ruhigen Strom vordemBau und in den wirbeln, die wir in Fig. 3. unterhalb demselben sehen. Das unterdem flott liegenden Theil des Baues durchströmende wasser machte ein gewaltsamesGeräusch, welches man auf 1000 Schritte hörte, und eine Strömung, die sich ingrofsen wirbeln drehte. Wie wohl dieselben nicht mehr so bedeutend, wie am 22.um 2 uhr Morgens , waren, so machten sie doch, wenn man sich an das ufer sostellte, dafs sie von den Arbeitsfeuern beleuchtet wurden, eine der interessantestenund schauerlichsten Natursccnen, die man sehen konnte , und. die mich für alle beydiesem Bau gehabten strapatzen und für allen verdrufs belohnten, indem durch sieder gewaltige Strom noch seine letzten Kräfte aufboth, die Wissenschaft zu besie-gen. Aber sie waren vergebens verschwendet, so wie die Bosheit derer, welche dieseder Regierung seiner Majestät des Königs würdig seyende Bauunternehmung überall zuverläumden, bemühet gewesen waren. Auf dem Bau und in der Nähe desselben warin dieser Nacht alles in Bewegung. Von den lös Arbeitern schien gleichsam jederdurch das ausserordentliche und ihm ganz neue Schauspiel gröfsere Kräfte zu erhal-ten. Grofse und kleine Schilfe fuhren oberhalb dem Bau auf der ruhigen Wasser-fläche, unr Kies zu transportiren, und unterhalb demselben wäre es selbst dem ge-schicktesten Steuermann unmögliah gewesen, mit einem schiffe die Wirbel und Auf-strömungen zu passiren, ohne davon verschlungen zu werden. Der von oben ab-wärts geführte Bau war mit einer spreitlage überzogen, die man Morgens mit demMaterial, welches ein vor dem Bau liegendes schiff in der Nacht gebracht hatte, be-schwerte. Dies Material wurde aber in meiner Abwesenheit zu weit auf den vordemxheil geworfen, so dafs sich derselbe sechs Schuh unter wasser senkte, der eigent-lich hätte flott bleiben sollen. Als diese Absenkung geschehen war , wodurch jedochder Zusammenhang dieses Baukörpers um nichts litt, da sie nur die Ausschüsse be-traf, wurde auf den immer flott liegenden xheil bereits die achtzehnte Faschinenlagegelegt. Der Strom schwoll, seine letzten Kräfte versuchend, vor dem werke zuse-hends auf, die Geschwindigkeit und riefe in den Leitcanälen nahm zu, die Strömun-gen durch und unterhalb dem Bau waren sehr mäfsig; die Wirbel wurden kleiner,und entfernten sich immer weiter von der innern Böschung, die ich fortdauernd mitSteinen beschweren liefs.
Es konnte daher mit Grunde behauptet werden, dafs der Bau sich gröfstentheilsauf das Flufsbett gesenkt hatte, welches auch eine am 25. Mittags gemachte xiefen-messnng bewies. Man umschlofs jetzt von. neuem den vordem Theil des Schöpfwer-kes init einer Ausschufs - und Spreitlage. Wiewohl der ström zwey schuh eilf zoll