Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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$• 232. Da bey der aodberger Insel (Tab. Q.) der Ifnkseitige Elüfsarm diegröfste wassermenge führt; so fällt der hohe Strom auf den Friemerheimör Deich.Man sollte daher an dieser Insel ein Schöpfwerk anlegen, um den linkseitigen Armzu verstärken. S. §. 150 .

§. 233. Die Mündung des Ruhr - rlufses (Tab. 10. und 21.) unterhalb Duisburg und bey Ruhrort , hat man' vor 34 Jahren dadurch gegen den Rheinstrom geführt,dafs man die in dessen Mündung liegende Insel b c mit dem rechtseitigen ufer ver-mittelst einer zukribbung a b. verband. Man handelte also gegen die in den §. §.Ö8. 6g.. und 153. aufgestellten Grundsätze. Diesem gemäfs sollte die Insel mittelsteines Bauwerkes vielmehr mit dem linkseitigen ufer verbunden, das Bauwerk a b.aber fortgerissen, und die Insel selbst dem ströme preis gegeben werden. Nochzweckmäfsiger wäre im Anfänge des vorhergehenden Jahrhunderts verfahren worden,wenn man den Ruhr - rlufs in sein altes nett, vor dem Dorfe Beeck, geleitet hätte,wodurch die nochgewässer desselben einen beschleunigten Abflufs erhalten mufsten.Alsdann würde derselbe den Anfall des Rheins auf das ufer zwischen Alsum undWalsum geschwächt haben.

$. 234. Die bey wesel aufgeführten Anlagen zeigen den mangelhaften zustandder Flufsbaukunde am Ende des achtzehnten Jahrhunderts. Man hat nämlich ver-mittelst der oberhalb dieser Festung (Tab. 11.) liegenden Kribben den ström senk-recht auf das rechtseitige Bruch - ufer und auf die Mündung der Lippe geworfen, denBüdericher Durchstich im Jahre 1785 ganz ausser der Richtung des stromstrichesund zu weit stromabwärts gelegt. Endlich hat man vor dem Dorfe speie den som-merdeich u zum Nachtheil des Büdericher Banndeiches aufgeführt. Man hätte imGegenthcil a) diesen Sommerdamm unterlassen, b) die Mündung des BüdericherDurchstiches zwischen i t ausheben, und ein Schöpfwerk i m anlegen sollen, c)Den rechtseitigen Arm, der im Jahre 1788 oberhalb wesel gelegenen Insel mufstejuian offen erhalten, und durch ein Schöpfwerk h vergrössern ; d) endlich würde eszweckmäfsig gewesen seyn, an der Lippe - Mündung die werke d f und a c b an-zulegen, um die Lippe mit dem Rhein unter einem spitzen Winkel zu vereinigen.

$. 23 5. Der von dem geschickten rlufsbaukundigen Herrn Bach angelegte ßisli-cher Durchstich war eben so nothwendig als zweckmäfsig, und die oberhalb dem-selben gegen der Bislicher Rose angelegte nribbe xn. hat in diesem Durchstich denhohen Strom hineingeworfen, dessen Vertiefung, so wie die Erweiterung erzeugt.Ich mufs hier noch bemerken, dafs die Enclavirung xin. des Hollands waards zweck-mäfsig war; da aber der Rhein hier wenig Material führt; dieses werk um vierFnfs zu hoch angelegt ward, so verlandete der zugedämmte Arm nicht, und es wur-de weiter abwärts ein zweytes Enclavirungswerk xiv. so wie eine perpondiculärenribbe nothwendig.