Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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§. 23Ö. In der ersten Auflage dieses Werkes, S. 532., hatte ich die Aufführungeines vor dom norfe vynen (mb. 12.) dem Angriffe der Eismassen und des Stromeswiderstehenden uierbauvvcrlics vorgeschJagcn. Man hatte diesen Rath nicht befolgt,und im Februar 1805 ist der daselbst liegende Banndeich durchgebrochen, so dafsein grofser Landesbezirk überschwemmt wurde.

Ein gewöhnlicher Fehler, welchen die Flufsbaumeister bisher begiengen, ist auchmit dem werke oto. in., dem riorfe Mormten gegenüber, begangen. Sie legen nämlichgewöhnlich oberhalb der eigentlichen Flufsconcave ihre Bauwerke an; verursachen dannoberhalb demselben ein convexes in den Strom hineingehendes ufer, folglich Abbruchauf der entgegengesetzten Seite, und leiten so unterhalb den Strom senkrecht auf'den eigentlichen Bug der Serpentine. Sie fehlen also gegen die im 173. $• aufgestellteMaxime, Man sollte daher dieses werk wro. in. niemals ausbessern, sondern vielmehr,soviel möglich, abbrechen.

$. 237. Nach eben dem im 173. $. aufgestellten Grundsatz mufste die Enclavi-rung der Insel Magdeburg sowohl an dem derselben gegenüber stehenden concaveiiufer, als an dem ufer vor Griterbusch einen Abbruch erzeugen. Man wird dahergrofse summen anwenden müssen, um diese im Abbruch liegenden uferstellen zubeschützen. Ich würde in dieser Absicht oberhalb den daselbst liegenden perpendi-culären Kribben noch declinantc werke, also Doppelwerke, aufführen , um ein. denhohen Strom und die Eismassen ableitendes Vorland hervorzubringen. S. §. 170.

Alle oberhalb und unterhalb Rees bis zum sylandischen Durchstich liegenden de-clinanten werke würde ich mit Fangkribben, die perpcndiculären werke aber mitFlügeln versehen, weil die Erfahrung zeigt, dafs hier weder die declinanten, noch dieperpendiculären werke, dem Angriff des Stromes widerstand leisten, viel weniger einVorland erzeugen,

Beym schlufse dieses Kapitels mufs ich noch folgendes von dem Recensenten derersten Auflage über den Bodensatz des Rheinwassers, unterhalb wesel , miltheilen. Nachdessen am 31. Januar 17QQ angestelltem versuche, als das Rheineis aufgieng, führtedas Rheinwasser T gö Theile, am 16 . Februar bey dem zweyten Aufbrechen des Rhein-eises t |q Theile, und am ersten März Theile Bodensatz. Das Mittel von mehrernim Anfänge März 1784 in gedachten Gegenden angestellten versuchen über die Quan-tität Erdtheile lieferte Theile, jedoch nicht völlig genau, welches von mehrern,hieher nicht gehörigen Ursachen abhieng.“