Sehen separntionspunct beydcr Flüsse dem' separationswerbe selbst näher bringenwerden, und dafs dieselben sowohl als der vor dem Banndeich von Millingen anzule-gende Leitdeich Xn. i. die r.isdämme verhindern, indem der Strom alsdann Profileerhält, welche den Profilen des Rheins zwischen parallel und geradlinigten ufern (imClevischcn) ziemlich gleich kommen. Nach der Nachricht, die der preufsische was-serhamlireclor sckulz in seinen scyträgen zur Wasserbaukunde, s. 13"., gegeben hat,scheint es jedoch, dafs man von diesem uruningschen projecte abgewichen sey»
§. 255. Da wo der pannerdensche-canal (Tab. 14.) sich mit dem alten Rhein beyder Insel candia vereinigt, erhält der Flufs die Benennung aiederrhein. Dessen Belthalte sich gleichfalls versandet, und war für die Schifffahrt zu seichte geworden, sodafs man die (Tab. 15.) schwarz schraffirten werke anlegte, und die mit zwey stri-chen, aber nicht roth illuminirten, aufzuführen willens war. Vorher, im Jahre 17ÖQwurde die ßurchgrabung der neuen vssel, die bereits Seite 254. beschrieben ist, be-schlossen und 1773 ausgeführt. Sie vermehrte die Geschwindigkeit im Niederrhein und pannerdenschcn - canal, indem sie den Strom schneller, als die Alte-vssel abführ-tc. Sie ward daher zur wichtigen Verbesserung in dem r.anfe der holländischen Flüs-se; denn die alte vssel war einschlürfend geworden, versandete sich, und führte beyEisgängen eine sehr geringe strommasse ab, so dafs der Niederrhein und Leck eine zugrofse wassermasse empfiengen.
Den zustand des Niederrheins von 178Q sowohl oberhalb als unterhalb der ysscI-MÜndung zeigt die Stromkarte Tab. 25. sehr bestimmt. Die Tiefen darin sind auf 3Eufs 4 zoll Arnheimer Pegel bezeichnet. Dieser rlufsbezirk hat zwey wesentliche Män-gel. Der eine Nachtheil besteht in der vor dem convexen ufer des Loowaards auf 5Fufs Arnheimer regel liegenden Sandbank; der zweyte darin, dafs die vsselmündungeine zu geringe' wassermasse des hohen Stromes empfieng. Bey Q' 3 // ArnheimerPegel ist dieselbe nur -pgg von der wassermasse des ungeteilten Niederrheins (s. s. 69 .)Die Veränderungen in den stromsectionen des Nieder - Rheins und der vssel, die in derersten Auflage 1. nd. s. 83. und 84. dargestellt sind, entstanden eines Theils von denangelegten Bauwerken, andern Theils vo .11 den beweglichen - sanden. Die in der vssel-mündung vorgegangenen sind von keiner Bedeutung. Die Mündung ist um J, undweiter abwärts ist die Mitte der neuen vssel um weiter geworden. Die Tiefe hateher ab - als zugenommen.
Wird nun in Erwägung gezogen: dafs der Niederrhein , bey einem Eisstrome,noch immer zu viel Wasser-'empfängt, da die Leckdeiche eher, als die waaldeichein Gefahr kommen; so scheint es doch nötig zu seyn, über die vssel solche Unter-suchungen anzustellen, nach denen mit eewifsheit beurteilt werden könnte: ob manihr noch eine gröfsere wassennenge Zufuhren dürfe, und bey welchem Wasserstau*