Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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schädliche weiden- und andere Holzungen sind auszurotten ? ' 4) Wie ist den Eissto-pfungen zu begegnen, dem Eisstrome einen regelmäfsigcrn und schnellem Abflufs zuverschaffen ? 5 ) Durch welche Mittel sind die seichten stellen und die schädlichen *

Inseln fortzubringen? 6) Welche hydrotechnische Regulirung bann mit der Maas zwi-schen Grave und roewestein bewerkstelligt werden, um dadurch zugleich der waaleinen bessern Abflufs zu verschaffen und ihre Eisstopfungen zu verringern? 7 ) Sindsolche Vorkehrungen nölhig, vermöge welchen die Eisströme der Maas eher in dieMerwede geleitet werden können^ als die der waal; oder sind dieses letztem FlussesEisgänge früher, als die der Maas in die Merwede zu führen?

Diese letztere Aufgabe scheint für die Verbesserung des hydrotechnischen Zustan-des von Holland wichtig zu seyn: denn sobald die Eisgänge der waal und der Maas zu gleicher zeit in die Merwede eintreten; so ist es kein Hvunder, wenn diese strö-me in ihrem Fortgänge gehemmt, wenn die Merwede selbst zu jählings mit Eisschol-len bedeckt wird; und dann sich in einem Eisdamme oberhalb Hardinksveld festsetzt.

8) Da die Versandungen der Merwede, der Alten und Neuen - Maas unter nortreclit,nicht nur von wesentlicher Einwirkung auf die Anschwellungen und Fisstopfungen derObern-Flüsse (d. i. die obere Maas , die waal, der rech und die Goudaische Yssel) indenen sie Erhöhung der Betten uud Eisstopfungen erzeugen,, sind, sondern auch derSchiffahrt Hindernisse und Gefahr bereiten; so entstehen wieder zwo sehr wichtige Auf-gaben, die so lauten: W clchcs waren die Ursachen dieser Versandungen ? Wiekann man sie fortschaffen, ohne dafs einer der holländischen vl'üsse zu viel trasscrempfange? . '

Wenn gleich diese Fragen, die wichtigsten Gegenstände des holländischen Flufs-baues in sich fassen, so darf ich sie doch, bey der Darstellung des Baues, an jegli-chem der Flüsse , nicht wiederholen, um Weitschweifigkeit zu vermeiden. Ohne sieindessen wörtlich anzuführen, werden sie dennoch bey den Raisonnements und Vor-schlägen entwickelt werden.

Ö* 258. Der plan dieser zweyten Auflage erlaubt es nicht, wie in der erstengeschehen, eine vollständige Beschreibung von allen ucberschwemmungen zu geben-Ich will daher nur zwey der letzten, nämlich die von dem Jahre 17 Q 5 und 1799und den dabey erfolgten peichbrüchen beschreiben. Es war im winter 17Q5, als auchdie Deiche am Niederrhein und Leck, durch den fürchterlichen Eisgang, von dessenunglücklichen Folgen wir noch näher zu sprechen, Gelegenheit finden werden, rui-nirt wurden. Boy Arnheim setzte sich am 13 . Febr. ein Eisdamm, welcher den Stromdergestalt anschwoll, dafs er über die Banndeiche der Betouwe stürzte. Sobald aberder andere Eisdamm, der sich bey der Stromscheidung der vssel vom Rhein gesetzthatte, los brach, verbesserte sich auch der zustand in dem untern Bezirke: dennder obere Eisslrcm brachte den untern Fisdamm, vor Arnheim , in Bewegung. Indes-sen_ verschwand auch jetzt wieder die gute Hofnung zum erwünschten Abgänge des