Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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Auch den linkseitigen Leckdeich hatte man, militärischer Operationen wegen, untercuulenburg ( t. 36.) bey dem sogenannten spocl, durchgegraben, und einen canal vonder daselbst liegenden Inondations -und Auswässerungsschleuse ab, durch den neis-waard geführt. Obgleich diese coupure (deicheinschnitt) bereits, sehr zweckmäßigmit einem oamin , dessen Breite 27 rufs betrug, zugedeichet war, vor ihr hin auchnoch eine beträchtliche Anhägening, genannt das spoelische-Ryswaard, lag; so ver-ursachte doch der fürchterlich hohe Eisstrom einen Durchbruch. Er stürzte 17 Fufsvon dem Deich herab auf die cuulenburgschen Lande , und verursachte so einen Grund-bruch von 25 vufs Tiefe und 19 Ruthen Breite, (t. 35. F. 1.) Die ueberschwem-mung dehnte sich nun weit aus. Sie flofs durh die durchgebrochenen coupuren,weichein den süder - und Norder-Deichen bey Horn und Asperen (t. 2Q. und 56.)gemacht und auch schon zugedammt worden waren, in den Lingeflufs, welcher siezum Theil bey Gorkum, andern Theils über die ueberlasse bey Asperen in den iie-lerwaard, von da aber in die Meerwede, durch die dalemsche schleuse (Tab. 30.), abführte.

So vielen schaden dieser s. 261 beschriebene Deichbruch am spoel auch hervor-brachte, so wandte er doch die Gefahr von den nördlichen Leckdeichen, welche dengröfsten Theil der Provinz Holland decken, ab. Wäre aber unterhalb dem Diefdeiche einBruch im Leckdeich entstanden, so würde auch der Landestheil bis zum zouwendeich über-schwemmt worden seyn. Jetzt folgte die ueberschwemmung gleichsam dem Wege,welchen Lulofs und Bolstra bezeichnet hatten, A Ohnweit dieser grofsen Entlassung,Wurde das Eis auf die Krone der schardeiche vor Hagestein und schoonhoven hin-rvufgesehoben (t. 35. und 36.). Selbst noch zehn rage nachher, als der Deich-bruch am spoel vorgefallen war, stand das wasser bey schoonhoven , vor dem auf-gethürmten Eisdamme ~6 zoll über den Klockenschlag, die Deiche liegen daselbstnoch 24 zoll höher. Der Leck war auch, unterhalb dieser Stadt, noch mit fest-sitzendem Eise bedeckt.

Wie und auf welche weise sollte man sich aber gegen die hohen Gewässer ver-theidigen, da die Deiche an so vielen stellen in den coupuren durchgegraben und diegefrorne Erde, die hohen und unübersehbaren Eisfelder, welche aus den künstlichenInondationen gebildet waren, jegliche solide zudämmung der Deicheinschnitte er-schwerten , ja unmöglich machten! Hiezu kam noch der zuschlufs der schleusen,die alle befroren waren, welche also nicht geöffnet werden konnten; das wehr, wel-ches man in den baartwyckschen ueberlasse (Tab. 39), um die militärische Inonda-tion um Herzogenbusch zu halten, aufgedämmt hatte; die zudämmung der oude-maasje und des Fluschen Donge ohnweit Gertruidenberg. Alles dieses liefs befürch-ten: dafs Eis ströme die geöffneten Deiche vollends bis-auf den Grund zerreissen;dafs die ueberschwemmungen, nicht wie gewöhnlich, abgezapft werden könnten.

Nie war vielleicht ein zutand jeglichen uferhewohners, jeglichen Batavers cri-iischiec als dieser. Um und neben sich ein Element, welches ihm verderben drohte,