Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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in seiner Wohnung die der Engländer verlassen hatte — den sieggewohnten Franken,jetzt als Feind gleich darauf als Bundsgenosse. — Durchdrungen von der Gefahr,womit das Vaterland, — die eigne Existenz bedroht ward, bemühten sich die pro- •

visorischen Repräsentanten des batavischen Volkes, in Gemeinschaft mit dem com-mitte der allgemeinen Wohlfahrt von Holland , das schreckliche Unglück, womit ins-besondere diese Provinz bedroht wurde, zu mindern. Dem Präsidenten Brünings, demGeneral - controleur de Bock und dem Ingenieur obrist Dahlhof wurde aufgetragen,alle Mittel zu bewerkstelligen , um die beschädigten weiche wiederherstellen — dieCoupuren zudämmen zu lassen.

Aber leider nur zu früh für alle'die wichtigen und nöthigen Arbeiten, setztesich der Eisgang schon am 11 . Februar auf der w T aal in Bewegung, thürmte sichin dem seichten Bette vor Bommel, wo auch wegen der Fluth der Strom an Geschwin-digkeit merklich abnimmt, zu einem Eisdamme auf. Schnell lief nun der ström zuBanndeichshöhe an , seine Neigung schwellte hier 5 Fufs über die gewöhnliche Neigungdes Flusses. An einigen Deichstellen stürzte sich das Wasser darüber. Und wenn gleichdie waal bey Nymegen nur bis zum isten (*) mit Eis gieng; so blieb dennoch vorBommel der Eisdamm unbeweglich stehen, bis sich endlich der Eisstrom am istenMärz durch den Altenwiel in den Biesbosch entlastete. Doch zu spät kam diese Er-leichterung, denn die waal hatte bereits ihre linkseitigen Deiche unter Nymegen* sowie das Land tuschen Maas en waal überströmt, und den Deich bey der Dreumel-schen schleuse (Tab. 28.) zerrissen. Jetzt wurde also auch die Gegend überschwemmt.

25Q. Wenn Holland vorzüglich seiner Lage und seinen Gewässern den Reichthum undden Wohlstand, den der Reisende in jedem Dorfe, in jeder Stadt erblickt, verdankt; soführen doch eben dieselben Gewässer wieder den gröfsten Nachtheil, ja verderbenmit sich. Nie waren indessen die Wirkungen der Eisströme und der hohen Flüsseallgemein so verderben bringend als in dem Jahre 17QQ. Eisberge thürmten sichaufeinander, die sich dann mit alles zermalmender Kraft über die Deiche stürzten,und so droheten zahlreiche meilenlange Wasserfälle, über die Deiche rauschend, desDeichanwohners untergärig. Man sah weder die sonst lachenden Dörfer noch die gras-reichen Gefilde; sondern nur Kirchen und die Dächer der Gebäude aus den Eis- undWasserfeldern hervorstehen. Hier trieben zertrümmerte Häuser, dort zersplitterteschiffe, mit den wurzeln aufgehobene Bäume; die unglücklichen Einwohner, mit denEisschollen lind der wooge kämpfend, sanken vor den Augen ihrer Freunde, ihrer Mitbür-ger , unter dem verheerenden Elemente. Das Geschrey der Kinder und weiber umihre eigene Existenz, des viehes Gebrüll, machte diese scene schrecklicher. DieNächte waren aber noch weit gräfslicher als die Tage, das über die Deiche strömendeWasser braufste in den obren jedes Deichanwohners fürchterlich: denn seine Existenzhieng nur von der Haltbarheit des Deiches ab, da er sich nicht mehr retten konnte.

( “) Die waal stand beym eisfreyea Strom, bey Bymegen20 rufs, bey xiel gl rufs, an den dortigen Pegeln,

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