Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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tirieir schleusen zeigen, so Bezog sich der ganze Entwurf nur auf die Entlastung ei-nes ei-sfreyen Stromes im Leck. Es scheint also, als wenn er die uebel alle nichtaufheben konnte, welche die Provinz Holland doch gehoben wissen wollte: nämlichdie Deichbrüche bey hohem Eisstrome. Werden diese Bemerkungen erwogen undweitere Folgerungen aus ihnen abgeleitet, so bleibt es unerklärbar, warum man nichtstatt solcher Ableitungen des untern Stromes, die Ysselmündung und ihr gesammtesBett bis zum Ausflufs in die siidersee verbesserte, und es fähig machte, einen gros-sen Theil des öbern Stromes abzuleiten.

Jetzt glaubte man also abermals, dafs veberlasse die sichersten Mittel abgebenwürden, die hohen Gewässer abzuleiten, defswegen projectirte der Bürgermeister Bar-neveit zu Gorckum , welcher mit mlofs, um des ßaartwyckschen ueberlasses willen,sehr gespannt war, zwey andere. Der eine sollte von dem Niederrhein (xab. 37) un-ter neusden abgehen und nach der waal unter ochten hinziehen. Der Directeur derFestungen de r.oy und die Landmesser netelaar und Rekel liefsen 1754 die vor mirliegende Karte davon stechen, Der zweyte sollte (Tab. 36) von dem Leck bey zoel-mond ab bey Buuren vorbeygehen und sich in die Linge ergiefsen (*). Nach einemdritten projecte wollte der Ingenieur Redelykheid den hohen Niederrhein bey der Grebbe(xab. 37. und 42.) ab, in die siidersee leiten. Da dies nicht nur die Verbesserungdes Lecks, sondern auch die der waal bewirken sollte; so mag es schon hier stehen!Es war in Rücksicht des Loeals kein neuer Gedanke: denn schon 11Ö5 kömmt einEdict bey Heda p. lgl u. s. f. vom Kaiser Friedrich vor, woraus man ersieht, dafsdamals das hohe wasser des Niederrheins von der Grebbe ab nach der siidersee hatgeleitet werden sollen. Es kam auch 1714 zur spräche (**) , demungeacbtet wurdees 1749 als eine ganz neue Idee mit viel Aufhebens vorgetragen. Man nahm dabeyvon der Grebbe bis zur südersee ein Gefäll von zwanzig schuh an, und die Kostenberechnete man zu sechs Millionen Gulden. Zwey Beweggründe riethen gleich aufdein ersten Moment von diesem projecte ab: nämlich, die grofsen Kosten und danndie Wahrscheinlichkeit, dafs während einem Kriege der Leck abgezapft werden könn-te ; und dafs alsdann die Provinz Holland ihres vorzüglichen Schutzes, dessen sie ver-mittelst der künstlichen Inondationen fähig ist, beraubt werden würde, und endlichhätte man die Schifffahrt auf diesem Flusse verlieren können. Dem sey aber wieihm wolle , so ist dieses von nedelykheid 177i erneuerte project, wegen der vonihm dazu erfundenen schleusen, und andernlheils wegen der uns so nölhig schei-nenden vveitern Verbesserung der ysselmündung, wichtig. Es enthält überdies ein lehr-reiches Raisonnement.

Auch wollte der projectgeber von der waal eine Ableitung machen, und dieseni-lufs mit dem Leck in communicalion bringen. Die Ableitung der nochgewässer

(*) Bamcvelts nivierkuntligo waarnemingen. P, 83,

(**) Uaeclitsohe rlaacatboek. 2te Deel, p, 101 ,