Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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$. 13. Ueber den Abstand, in dem die uöfter gelegt werden sollen, bemerkeich Folgendes. Die Regel, welche ich hier geben will, ist von mir aus der Lageund den Wirkungen der Seeuferbauwerke, zwischen Havre und cuxhaven abgeleitet.Dieser Abstand betrage nämlich der Länge eines senkrecht auf das seeufer liegen-den iröftes, wenn der Fluthstrom bej mittlerer rlutli nur eine mittelmäfsige Geschwin-digkeit, etwa von zwey Fufs in der secunde hat. Ist diese kleiner, so kann manden Abstand bis zur ränge eines senkrecht auf das seeufer liegenden nöftes (höch-stens) verkleinern; im Gegentheil und bey einem sehr flachen strande hin, bis zur 2fja bis zur dreyfachen Länge eines HÖftes, vergröfsern. Anstat die HÖfter über diesesverhältnifs hinaus auseinander zu rücken, wird es besser seyn, keine anzulegen,sondern nur Revettements oder uferbauwerke. Da, wo aber ein HÖft liegt, welchesmit dem seeufer eine schräge Richtung oder einen stumpfen Winkel bildet, mufs dieEntfernung von dessen spitze bis zum seeufer (senkrecht auf dieses) es seyn; nachwelcher man die Entfernung des nächsten nöftes, dem oben gegebenen verhältnifs ge-mäfs, bestimmt. Jedoch kann diese Entfernung immer noch etwas geringer ausfal-len, weil der hydraulische oder Ahlenkungs - Effect eines senkrecht auf das Seeufergerichteten Werkes gröfser, als eines darauf schräge liegenden Werkes ist.

§. 14. IVas die vferbauwerke, welche unmittelbar das seeufer bilden, betrifft;so sind dieselben an manchen stellen den uöftern vorzuziehen. Sie werden überall,wo sie nach einer zweckmäfsigen construction gemacht, und mit einer, dem Angriffeder wellen entsprechenden, Böschung angelegt werden, dem zwecke entsprechen.Man mufs sie aber auf keine Entfernung von einander anlegen, sondern eine fortlau-fende Böschung bilden lassen, w'eil die einzelnen Theile eines künstlichen Seeufers nichtden Eintritt der seewogen in das dadurch zu beschützende Land gestatten dürfen.

$.15. Bey parallelwerken ist in dieser Hinsicht zu erwägen; dafs dieselben einunregelmäfsiges Aufrollen und ueberwerfen der wogen bewirken. Also ist es nöthig,dafs man sie entweder ganz nahe an der Deichs - nossirung oder auf eine bedeutendeEntfernung davon anlege. Nahe, damit die überrollende welle gleich von der Bö-schung des Deiches wieder gemäfsigt wird, und also nicht Auswühlungen verursache;auf eine Entfernung vom Deichfufs, etwa auf 18Ö bis 30o Fufs (*), wenn das Vorlandeine feste Grünschwarte ansetzt, die das Anbranden der wellen verträgt. Wenn diefsaber nicht ist, und das Vorland aus weichem Boden besteht, so mufs man in dem'rarallelwerke kleine oeffnungen lassen, durch welche das wasser läuft. Dieses wirdden Raum zwischen dem werke und dem Deichfufs anfüllcn, daher den Angriff derüber das parallelwerk überrollenden wogen mäfsigen, weil sie auf diese Wasserflächeund nicht unmittelbar auf das Vorland fallen. Auf diese weise bildet ein so gemach-

C) Dafs in solcher Entfernung, die über die parallelwerke stiirzendeu wellen unschädlich für dieselbenüberrollen können, und alsdann geschwächt, an den Deichfufs fallen, beweiset die tage des parallel -Werkes vor dem sieudöser Seedeicli bey Cuxhaven (xab. 48.)