Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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zwischen dem Osterkörner- und Grodenstack neue werke perpendiculär auf die Grenz-linie des wattes und bis zu dieser Linie reichend, anzulegen wären?

Die zwote Gattung von werken bestehen in Uferbefestigungen und parallclwerhen,- wobey der Natur, welche die ufer von grofsen Strömen in sanften curven bildet, ge-folgt ist. So bilden die sinusbÖschung , das parallel- und parabeliverk eine solchekrumme Linie. Auch sind die Deiche nicht nur von diesen parallelwerken, sondernauch von tüchtigen steindossirungen gedeckt, so dafs sie, wenn die sturmfluthen nichtüber sie hinstürzen, jeglicher Gefahr bestehen können.

Ehemahls bauete man hier eine Menge werke mit blofsem Busch auf das watt,als z. b. in xx, y y. Die zwischen y y wurden tguincunxen genannt; ihre zahl be-lief sich, von der Kugelbaake bis oberhalb dem Grodenstak, auf mehr als fünfzigStück. Im Grunde waren sie von Faschinen gemacht; auf diesen lag eine lose buscIi-schichte, worauf dann wieder Faschinen gelegt wurden. Durch diese trieb man auf5' Abstand grofse pfähle (6 zoll im Durchmesser strark), ein, welche mittelst Bretterverbunden wurden. Diese nach einer so mangelhaften construction aufgeführtensauten konnten kein solides werk formiren; ein Satz, dem der Leser sogleich bey-pflichten wird, wenn er sich an dasjenige erinnert, dafs der Faschinenbau mit Sorg-falt in Anwendung gebracht werden mufs. Solche so construiiten werke widerstan-den dem Wellenschlag auch nicht lange; sie wurden bald zerstört, wenn man sienicht alljährlich ausbesserte! Bey dieser Gelegenheit wird es also nicht überflüssig seyn,nochmahls zu bemerken; dafs die blofsen Faschinenwerke, im seewasser oder auchim gemischten wasser, nicht dauern können, zumahl da sie täglich trocken und nafswerden. Es leuchtet also ein, dafs man selbst gut construirte pasckinenwerke mitSteinen, in minder gefährlichen stellen aber mit nlaysodcn bedecken müsse, wennsie beym seebau und in den untern Flüssen reelle Dienste leisten sollen. Diese soschlecht gebauten Faschinenhöfter und die heillosen Quincunxen, die in der Kreuzund der Queer lagen,. welche der Stadt Hamburg unermeßliche summen gekostet ha-ben, von denen keine Spur mehr anzutreffen ist; hätten sie nicht die ueberzeugunggeben sollen, dafs man nirgend auf solche und ähnliche weise mit blofsen, nochdazu elend construirten, Buschhöftern bauen dürfe? Ist es Mangel an Erfahrung oderist es Eigensinn, oder was liegt zum Grunde, dafs man noch gegenwärtig in einigenGegenden an der Nordsee fast eben solche Buschhöfter aus kurzen Faschinen, schlechtgebundenen wippen und weit auseinander geschlagenen pfählen steil aufbauet? SindHÖfter nöthig, warum belegt man sie nicht mit Steinen, giebt ihrer Oberfläche nichteine runde Form, und wendet mit einmahl eine Summe zweckmäfsig an, die in wenigJahren vergeudet ist? Welche Dauer können solche fehlerhaft gemachten werke w r ohlversprechen? 0! es ist in einem hohen Grade ärgerlich, wenn man das Geld sonutzlos anwengen sieht, als es bey blofsen hölzernen nöftern, Busch - Stacken (auf denWatten liegend) angewandt wird. Welche summen hätte die Stadt Hamburg nicht