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deich oder hinter demselben durch den Erdboden viel Quellwasser, so wird in einergewissen Entfernung von ihm, und zwar da, wo das Durchdringen des wassers auf-hört, ein zweyter aber niedriger, etwa einen Schuh hoch über die Oberfläche desQuellwassers reichender Deich angelegt, den man Quelldeich nennet. Der vortheil,den Quelldeiche gewähren, ist vorzüglich längs dem reckflufs in Holland anerkannt.Man legt auch einen solchen Quelldeich um einen Deich - Grundbruch herum, damit durchdiesen das Quellwasser nicht in die Landschaft eintrete. Hat der hohe ström einen Grund-bruch , d. i. einen irolck im Erdboden verursacht, und man findet es zweckmäfsig,diesen Kolck vor den neuen neich zu legen, d. i. auszudeichen, so heifst das neueneichstück eine Einlage: wie denn auch jede zurücklegung eines Deiches in Holland ,Einlage (Innlaage) genannt wird. Wird der Kolck aber eingedeicht, oder vom Deicheeingeschlossen, so heifst das neichstück eine Auslage. Legt man aber den Deich durchden Kolck, so heifst dieses Deichstück eine nurchdeichung. Leitdeiche heifsen dieje-nigen Deiche, welche man längs einem Flusse und insonderheit längs Durchstichen an-legt, um die Strommasse in ein bestimmtes Bett zu halten, dieser letztem Geschwin-digkeit, mithin ihr Austiefungsvermögen zu vertärken: wie denn der BylandscheDurchstich mittelst Leitdeichen vertieft worden ist s. s. 275. Soll aber das Wasserüber ein niedriges Deichstück fallen, um in einen gewissen Landesbezirk einzutreten,und auf diese weise die wasserhöhe des hohen wassers zu erniedrigen, so nennet maneinen solchen Deichbezirk veberlafsdeich. Ein solcher liegt oberhalb Grave, und beysparndam s. s. 392 u. 442. Von diesen zwo ueberlafsdeichen ist indessen der letztere be-sonders zweckwidrig. Die Erddämme längs den Innern - Gewässern eines Landes wer-den aber gewöhnlich Dämme und nicht Deiche genannt. Ihren zweck werde ich imzweyten Bande erklären. Auch die Bewallungen der Fisch-und MÜhldeiche nennt manDeichdämme, oder blofs Dämme, eben so wie die Dämme längs canälen, canal-dämme genennt werden. Ein kleines niedriges nämmchen wird auch nade, som-merkade, wenn es längs einem Mahlbusen (d. i. einem reich, canal oder Graben,worin das Wasser durch Schöpfmaschinen aufgefördert wird) liegt, nusenhade u. s. w.genannt. Zuweilen legt man eine nade oder ein Banquet auf einem bestehendenHauptdeich an, wie dann solche uade auf einen rheil des Friesischen Seedeichs bey h if. 6. t. 5Ö. angelegt ist. Von neichen endlich, die dem Anfall des Stromes ausgesetzt sind,sagt man, dafs sie unter dem ström liegen; so wie man von denen, längs welchender ström vorbeyziehtj ohne auf sie gerichtet zu seyn, sagt, dafs sie ober dem strömeliegen . Zu den Dämmen zählt man auch die hohen Kunststrafsen, welche über einniedriges Terrain angelegt werden. Was diese anbetrift, so verweise ich denjenigen,welchen der strafsenbau interessirt, auf mein im Jahr 1804 bey Degen in Wien er-schienene practische Anleitung zur Aufführung, Wiederherstellung und Erhaltung be-quemer und das Commerz befördernder Landstrassen, und auf die bey Seidel in sulz-
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