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nicht so schnell seyn darf, dafs das wasser die Böschung des ufers angreift; dennsonst würden die naheliegenden Deiche bey ähnlicher Geschwindigkeit nicht wider-stand leisten können, es sey denn, dafs man sie mittelst Steinböschung deckte. Indiesem Falle mag man also die Deichweiten um etwas gröfser, als die natürlichenEngen machen, b) Bey zu grofser, den Deichen drohender Geschwindigkeit des Stro-mes, müssen aber die Deichweiten so grofs seyn, dafs das profil, in die vorüberflies-sende wassermasse dividirt, eine solche Geschwindigkeit des Stromes zuläfst, welchekeinen sonderlichen und schädlichen Angriff auf das ufer hervorbringen kann. Kenntman nun diese unschädliche mittlere Geschwindigkeit und die vorüberfliessende was-sermenge, so kann man die Gröfse des Profils bestimmen. S. s. 200. Weifs man dannferner die wasserhöhen zwischen ähnlichen Profilen, so kann die mittlere nöhe desWasserstandes vom Queerschnitt des höchsten Stromes leicht berechnet werden. Wirddiese aber in den Inhalt des Profils selbst dividirt, so erhält man die profilweite, d. i.die gesuchte Entfernung der gegenüber liegenden Deiche, c) Es mufs also allerdingsdie wassermenge, welche bey den höchsten Anschwellungen des Stroms vorüberfliefst, beyläufig bekannt seyn. Bey diesem Satze ist noch anzumerken : dafs dasVorland längs Flüssen fast eine und dieselbe Höhe hat, d. i. nach dem Queerschnittedes Flusses genommen, heynahe horizontal liegt, dafs also, in Beziehung auf denhöchsten wasserstand, kein bedeutender unterschied in der mittlern nöhe des Profilsvon dem vorüberfliefsenden wasserkörper statt finden kann, wenn auch die peicheetwas weiter von einander gelegt, oder näher zusammengerückt werden. Also müs-sen in diesem Falle — wenn das Vorland unter der nöhe des zwischen den natürli-chen ufern stets fliefsenden Stromes liegt — die neichweiten grofser als die Breite derQueerprofile zwischen eben diesen natürlichen ufern seyn. d) Findet der Ingenieuraber bereits an dem Flusse enge Profile zwischen den Deichen — die ich Deichengetinennen will — so ist es zweckmäfsig, dafs er an anderen stellen die Entfernungen,der gegenseitigen Deiche, in Beziehung auf den höchsten wasserstand, eher gröfser, alskleiner, wie solche Deichengen, anordne, e) Insonderheit müssen aber die Deichedesto mehr auseinander gelegt werden, je gröfser die wassermenge des Stromes ei-nes und desselben Flusses wird, d. i. je nachdem sich mehrere Nebenflüsse in denHauptflufs einmünden, so dafs also die profilweiten zwischen zwo gegenüberliegendenneichen — in Beziehung auf den höchsten wasserstand und die Lage des Vorlandes— gröfser seyn müssen, je näher sie des Flusses Mündung liegen, f) Dieser Grund-satz ist auch um so nothwendiger in Ausübung zu bringen, weil — nach der Naturder Flüsse —■ in den untern Flufsbezirken die Geschwindigkeit des Stromes fast alle-mal geringer, als in den obern ist. Diesem Grundsätze entgegen, finden wir aberleider die meisten Bedeichungen angelegt, welches die, zu diesem werke gehörigenFlufskarten evident beweisen. Kein wunder also, wenn die mit neichen eingeengtenrlüsse, in ihren untern Bezirken so oft anschwellen, über die Deiche, stürzen, Eisstopfun-