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gen, neichbrüche und schädliche ueberschwemmungen verursachen. Sind ober in denObern Flufsbezirhen die Deiche zu weit entfernt, so verliert der hohe Strom, die zur Austie-fung des Bettes erforderliche Geschwindigkeit, wie das dann der Fall in vielen oberenrlufsgegenden, wie z. b. am Qberxhein und der Donau ist. Daher versanden sichdann auch die Betten dieser Flüsse, steigen immer höher empor und verändern sehroft ihre r-age. Daher vorzüglich die Menge Inseln, die schädlichen seichten und Ser-pentinen , so wie die vielen Verwüstungen, welche diese Flüsse anrichten.
§. 9’ Wir sehen also, dafs die gegenseitige Entfernung der Deiche nicht blofsVon der Gröfse des Vorlandes, noch von der Breite des Flufsbettes abhängig sey, wieso viele Schriftsteller gelehrt haben, sondern dafs sie den hydrotechnischen Flufshau-Anlagen, der correction des Flusses, und den hohen Anschwellungen des Stromes ent-sprechen müsse, So mufs man die Deiche z. b. öfter näher zusammen rücken, als■es die öconomischen Absichten erheischen, um nur mittelst Einschränkung des stro-taes, dessen Geschwindigkeit und Austiefungsvermögen zu vergröfsern : insonderheitfindet dieser Fall bey solchen Flüssen statt, deren nett — während der fehlerhaftenFührung des Flufsbaues oder Vernachlässigung der Kunstmittel ■— sich sehr erhöhethat, und das also, so wie die Durchstiche, vermittelst reitdeichen vertieft werden mufs.Dieses Mittel ist unter andern bey dem Bylandschen Durchstich der waal und bey der'weuen - ysscI (s. s. 275. — 278.) mit dem besten Erfolge angeordnet worden.
Ocfters nöthigt indessen auch das Local zum Gegentheil dessen, was eine, den'so eben aufgestellten Grundsätzen entsprechende Maxime vorschreibt: d. i, zu gröfse-ten neichweiten. Wenn es nämlich öconomisch nöthig ist, dafs die niedrigen wei-den - oder Wiesenbezirke von dem mit scklick oder Fufsschlamm gesättigten winter-nerbst - oder rrühlingswasser bedeckt werden, um den waehsthum der Gräsereyenzu befördern. In diesem Falle ist es also zweckmäfsig, die Hauptdeiche weiter, alsdie hydrotechniscn Absichten es verlangen, von einander zu entfernen, und vor ih-nen solche sommerdeiche, welche der correction des Flusses entsprechen, anzulegen.Es ist auch diese Maafsregel um so nothwendiger, da diejenigen Wiesenbezirke, wel-che hinter den Hauptdeichen liegen, die Bewässerung mit fettem rlufswasser entbeh-ren, wenn man keine kostbaren schleusen und Deiche, die das eingelassene wasservom saat-Lande abhalten, anlegen kann. Ist der Boden dieser Bezirke porös , so dafs erQuellwasser durchläfst, dann wird dieses die Gräsereyen verderben, weil es klar und ohnedüngende schlicktheile ist. Bey dem Eintritte des Quellwassers ist es aber zweyfachnöthig, die wiesen zur Winterszeit mit Flufswasser zu bedecken, damit die Grase-reyen gedüngt, und gegen die schädliche Wirkung des Quellwassers gesichert werden.Diesen Grundsätzen, welche von der Erfahrung bestättigt sind, zuwider, finden wiraber an den mehrsten Flüssen grofse, dem Quellwasser ausgesetzte Bezirke einge-deicht, welche vor dem Hauptdeiche hätten liegen müssen, Sie tragen aber auch we-nig und schlechtes Gras, wenn die wiesen des Vorlandes gesundes, und viel Futter
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