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pfungen, welche die Flüsse zu einer für die Deiche verderblichen Hohe anschwel-len, Rücksicht zu nehmen. Da nun die bisher bekannten höchsten wasserständeauch die stärksten Eisstopfungen in Bewegung gesetzt haben — denn die wasser-masse mufs die Eismasse zu heben im Stande seyn , um sie fortzudrücken; — soist kein Grund vorhanden, warum man in der Zukunft eine noch gröfsere nöhe desEisstromes erwarten sollte, es sey denn, dafs man die hydrotechnischen corree-tionen des Flusses vernachläfsige und dessen rauf noch mehr serpentirend mache,oder dessen Bett sich erhöhen und versanden lasse.
Soll aber ein ilufs erst bedeicht werden, so wird die wasserrnasse, nach- vol-lendeter Bedeichung, höher als vorher steigen,- wenn man die Profile schmälert, solange die Geschwindigkeit nicht im verhältnifs der Verkleinerung der Profile wächsts. s. 51 u. s. w. Man wird daher zwischen solchen Flufsbezirken, die von natürlichen ho-hen ufern gebildet werden, und beyläufig eben so weit, als die Bedeichungen desFlusses von einander liegen, bey denen auch die Situation des rlusses und dessen Profile derSituation und den Profilen der zu bedeichenden Flufsstrecke ähnlich sind, den unterschieddes höchsten und niedrigsten Stromstandes, oder die Höhe von jenem über den Nullpunct despegels s. s. 3 5 u., s. w. kennen, um die d eiche ein bis drey schuh über diesen wasserstand,erhaben, und insbesondere in Beziehung, auf die Exposition des neiches gegen den Strom sowie auf die Serpentinen, welche gewöhnlich die Eisstopfungen hervorbringen, zu legen»Sind die Deiche, wie gewöhnlich, zwey oder drey Fufs unter dem höchsten Eisstrome, oderden höchsten wasserständen und dem höchsten Wellenschläge gelegt, so wird ihre innereBöschung von dem über sie fallenden Wasser und Eise ausgerissen, die Kappe wird durchbro-chen , und die ueberschwemmung der eingedeichten. Landschaft erfolgt unausbleiblich.Ja! nach erfolgten Deichbrüchen sind solche zu niedrig liegende Deiche noch weitschädlicher für die Beschaffenheit des rlusses und für die rlufsgegenden, als wenngar keine Deiche vorhanden wären: denn der anfänglich zum xhcil durGh sie aufge-schwellte Strom stürzt mit Gewalt durch die Deichbrüche, führt dann Sand und Kieselaufülie Fluren, über welche der unbeschränkte, also niedrige Strom, nur sein feinstes,d. i. fettes Material verbreitet, und das gröbere in des rlusses Bett gelassen habenwürde, wenn Seitenströme, welche die Deichbrüehe formiren, nicht statt gefundenhätten. Die Deichbrüehe schwächen auch überdiefs die Geschwindigkeit des eigent-lichen Stromes, indem sie tiefe Seitenströmungen bilden; denn es steht zuweilen dasEis noch im ilufsbclte in Eisdämmen fest, wenn es durch die Deichbrüehe zieht. Da-her tragen denn auf diese weise die seitwärts des Flusses durch Deichbrüche ausge-tretenen Eisgänge nicht nur nichts zur Reinigung der Flufsbetten bey, sondern sie häu-fen dieselbe noch mit grobem Kiesel und Material an; ja sie verstopfen sogar Flufs--ärme,. die sie nicht nur rein gehalten,, sondern noch vertieft haben würden, wennman die gesammte wasser- und Eismasse, zwischen hohen Deichen zu fliefsen genö-thigt hätte».
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