Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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auf die im Besteck bestimmte Hohe aufgefahren, so ebnet man dessen Krone der ge-gebenen Breite gemäfs, und stampft sie so viel als thunlich ist, weil sie nicht zusam-mengefahren werden kann. Aufser der Krone wird aber am ganzen Deiche nichts ge-stampft denn er wird ja fest zusammengefahren, wodurch eine weit grössere com-pression als durch das stampfen entsteht, welches überdiefs sehr kostbar und beygrofsen Arbeiten gar nicht anwendbar ist. Zur Ebenung der Krone kann man sichauch der walze bedienen. 14) Nachdem die Krone verfertigt ist, müssen die Bö-schungen planirt werden. Das planiren wird nun auf folgende Art zum genauestenund schnellsten bewerkstelligt, a) Alle zehn Ruthen macht man von der Krone nachdem Deichfufs hinab , auf die Böschungen, mit einer Hacke, solche iviarquirfurchen , de-ren sohle die Böschung angiebt. Diese zu bestimmen, kann man sich des in Hol-land und auch an der Elbe im Gebrauch seyenden Böschungsmessers, wie ich letzteresaus Kirchmanns Wörterbuch s. 316 ersehe, wo er es Dossirungswage nennt, bedie-nen. An andern Flufsgegenden nennt man diefs Instrument auch Dossirbrett. Aufeiner solchen schrottwage (f. 64. t. 84 .) sind nun die verschiedenen Böschungslinienc 1. c. u. s. w. gezogen. Man setzt also dieselbe nur auf ein in die anfänglichnach dem Augenmaafs aufgehackte Marquirfurche, und läfst ein in c befestigtes ßley-loth in die verlangte Böschungslinie einspielen, um genau zu sehen , ob die Furche,die verlangte Böschung zu 1 oder 1 § schuh u. s. w. formirt. So lange sie diesenoch nicht bildet, mufs sie hier abgeebnet, vertieft, oder dort erhöhet werden.Diese Methode ist in der That so einfach, dafs sie von jedem darin nur etwas geüb-ten gemeinen Arbeiter, in Ausübung gebracht werden kann.

$. 22. Die construction eines solchen Böschungsmessers beruhet auf Folgendem:Man gedenke sich auf dem Böschungskeil ab c (f. Ö3. t. 84.) eines Deiches, d. i. aufdie Böschung a c, eine Schrottwage x y i: so wird das vertical spielende senkbley,welches anfänglich als die schrottwage horizontal stand, in i r spielte, nunmehr ini o einspielen, weil diese Linie parallel mit der vertical - Linie ab ist. Wird nun o wmit b c parallel gezogen, so entstehen drey ähnliche Dreyecke ow r, iw o und ori;denn es ist der Winkel or w z=*cb a, (oder rechte Winkel) mithin A orw 02 AbacEs ist ferner i r 0 =s 90° a b c, also ist A a 6 c tn A iro, mithin der winkelroi~bac . Es ist also in beyden AA b c:ab = ir:ro. Setzt man also die Basisbc nach und nach f, 1. lf. 2. 2-§. 3. 3-§. 4. schuhe u. s. w.; die Hohe a b aber nurimmer einen schuh, und es habe die Höhe der schrottwage ri sechs zoll, so wirdr o> 6 zoll seyn, wenn die Böschung einschuhig ist. Auf der Basis der schrottwagewird also von b nach d f. 64. abgesteckt werden müssen, und zwar in aemäfsheitder oben stehenden Proportion; 12; 6 ; 4; 3; 2 t 4 ö; 2; l-', 1 t 5 ö; zoll.

$. 21. Bey dem planiren kommt es auch noch auf das Werkzeug an, dessenman sich bedient. Es mufs (nach der Erfahrung) um gehörig in die Erde einzudrin-gen, eins sogenannte Rotthaeke (f. 71. t. 84.) deren sich der Landmanu zur Ausrot-