Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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haben, immer einen ueberschufs an Erde giebt, welcher bey Verfertigung der An-schläge keine zu geringe und nur zu Täuschungen Anlafs gebende Summe anzeigt.

23. Die Bestimmung der zweckmäfsigsten und mindest kostbarsten Methode,zur Aufführung der Erddeiche, in Rücksicht des Fuhrwesens, betreffend, so mufs manbey jedem Local den Taglohn für Menschen und pferde kennen; sich nach der Artdes üblichen Fuhrwerks richten, weil gewöhnlich die wohlfeilsten Fuhren dem Land-mann selbst verdungen werden können. Besonders ist diefs vortheilhaft, wenn dieDeicheasse nicht pferde und Geschirr anschafft, welches nur bey sehr anhaltendenArbeiten, wenn lange Deiche in einem Bezirke aufgeführt werden, und keine Natural-concurrenz eintritt, anzurathen ist.Wird z. b. für einen mit zwey pferden bespannten:wagen täglich 5 fl.; für einen Arbeiter 30 kr. bezahlt, so kostet nach den unten beyzu-bringenden Erfahrungen der cubikschuh Frde auf 20 Ruthen (per 12 schuh die nuthe)Entfernung mit narrn 1,05 Heller, mit wagen 1,00 Heller. Auf 30 Ruthen mit Karrn1,35 Heller und mit wagen 1,5Ö Heller. Unter den Fuhrwerken sind nach den bisjetzt gemachten Erfahrungen diejenigen zweyrädrigen wippkarrn, deren Mittelpunctder schwere, wenn sie beladen sind, in die Axe fällt, und die zugleich solche hoheRäder haben, dafs eine durch die Axe gezogene Horizontallinie die Brust- oder zug-muskeln des rferdes trift, und deren Axe einen möglichst kleinen Durchmesser hatte;die sich über diefs auf die leichteste Art laden und entladen lassen. Hierzu sind nundie perronetschen wippkarrn t. 84. F. l. 2. 3. und 4. am zweckmäfsigsten, a) weilein pferd oder auch ein ochs 7 cubikfufs Erde ziehen kann, selbst auf schlechtemWege, b) das Abladen in 20 secunden geschieht, indem man nur den Nagel, derden wippkasten hält, auszieht und den Kasten umstürzt; c) auf ebenem wege zweybis drey solcher wippkarrn hinter einander angehängt werden, welches bey Auffüh-rung von Dammwegen zwischen zwey Anhöhen sehr vortheilhaft ist. Die r.äder einessolchen wippkarrns sollten wenigsten fünf schuh hoch seyn, und drey zoll breite Fel-gen, aber nur eine lf- zoll dicke eiserne Axe, und einen leichten etwa von weiden,geflochtenen Kasten haben. Perronet gab solchen Kästen eine prismatische Form. Dervorne angebrachte eiserne Festhalter f. i. wird aus dem am Kasten befestigten oehrgehoben, wenn sich der Kasten um die Axe drehen und ausleeren soll. Was die wei-tere Erklärung dieser Kästen- oder wippkarrn, deren man mehrere hintereinanderbey a und b (f. 2.) hängen kann betrifft, so ist sie durch die citirten Zeichnun-gen überflüssig deutlich gemacht. Gut wäre es, wenn man sie zu 10 cubikfufs ver-gröfserte, weil diese Last von einem starken pferde oder zw r ey schwachen gezogenwerden kann. Man kann nähmlich diese wippkarrn auch mit einer Deichsel versehenund sie also für zwey pferde einrichten. Die Deichsel mufs alsdann nur von dempferde mit einer Trage in einer fast horizontalen Lage gehalten werden. Wird diewippkarre denn noch kleiner etwa zu 4 cubikschuh eingerichtet, und mit einerDeichsel versehen, so kann man sie von Menschen ziehen lassen. Die Räder erhalten