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dem andern die Erde zuwirft, (zu welchem Ende, auf schrägen Deichen eine vierschuh hohe Stellage von Brettern auf Holzböcke gelegt, nöüpg ist) so werden 300Cubikschuh auf einen Arbeiter in 10 stunden gerechnet werden können, nähmlich auf.20 Fufs Entfernung. Diese Bestimmung würde in der Praxis anwendbar seyn, wennman annehmen könnte: dafs die Arbeiter ununterbrochen arbeiteten, welches abernicht möglich ist. Man darf daher nur 250 cubikschuh Erde rechnen, die ein Mannauf 20 Fufs Entfernung in einem Tage werfen kann. Nun bringt aber ein Mann,wenn er seinen narrn ladet, auf diese Entfernung mit dem schubkarrn nur 184 cu-bikschuh Erde auf den Deich; mithin ist es bey dieser weite vortheilhafter, die Erdewerfen als ankarrn zu lassen, wenn es nicht andere umstände abrathen.
Zum Ausheben oder Ausspiitten der Erde ist aber kein Spaden bequemer und leichter,als der aufx. Ql. in rig. a, b undc24niahl so klein als die wahre Gröfse dargestellte Spa-den. Derselbe besteht, ausser dem doppelten Rande c, welcher von Eisen ist, undmittelst den Blättern a und b an das hölzerne Blatt b mit vier stiften befestigt wird,aus nolz. Er sollte überall, wo guter Boden nicht aber Sand ist, bey nasser Witte-rung, zum Deichbau gebraucht werden. Bey trockenem wetter, wenn die Erde hartist, sind statt hölzerne ganz eiserne scharf und schmale Blätter zu gebrauchen.
§. 27. Von der Ausführung der übrigen Arten von Deichen, ausser den Erd-deichen, werde ich Folgendes anführen müssen. Nicht immer werden dem wasserharte Körper entgegengesetzt, sondern man pflegt sich auch in manchen Fällen derweichen zu bedienen. Beym Deichbau wird nähmlich auch Seegras oder wier ange-wandt, womit der äussere xheil der seedeiche längs Nordholland und längs einem Theilder Insel Texel gemacht ist, wie diefs bereits s. s. 501 beschrieben wurde, als wor-auf ich in Hinsicht der wierdeiche verweise. Ohne einen Fufs von grofsen steinenund einen Erddeich dahinter kann sich indessen ein solcher wierriemen (profil 1 cf g hT. 56.) nicht erhalten, und überdiefs erfordern die wierdeiche viele und kostbare Re-paraturen, Man läfst sie daher nach und nach eingehen, wie es denn mit dem oeichauf der Insel Texel der Fall ist.
§. 28. Steindeiche, deren vordere Böschung nur mit rauhen Steinen belegt wer-den, die aber sonst aus einem Erdkörper bestehen, sind gegen die See die allerzweck-mäfsigstena Wie man solche in Holland und Deutschland construirt hat, und welcheForm man ihr geben müsse, das ist bereits beym seeuferbau erörtert. Auch habe ichdie wichtigsten steindämme, ich meine die yenetianischen, beschrieben s. s. 548.
An Flufs - schartdeichen legt man die Steine zwischen Verzäunungen vongrünem weidenholz, welches ausschlägt, und die im späten Herbst oder vor MitteApril gemacht werden. Die lf bis 2 Fufs hohen yerzäunungen, welche um zwey zollstarke grüne weidenpfähle recht fest angezogen werden, laufen mit der Krone des»eiches parallel, und der letzte zaun mag drey Schuh von des Deiches nronc ent-
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