Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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der ausgewaschenen lockern Erde, die unter sich keine Verbindung hat, entblöfstwerden. Der beschädigte Deichtheil mufs aber stets höher, als der übrige Deichaufgeführt werden; eine Regel, die bey jeder andern zudichtung gilt, weil sieh sol-che ansgebesserte Deichstücke senken und durchaus dem Angriff und uebcrfall deszu erwartenden hohen Stroms nicht blofsgestellt werden dürfen. Da, wo also einesolche erneuerte stelle dem Angriffe eines hohen sommerwassers und "Wellenschlages aus-gesetzt ist (vom winterwasser ist, wie schon mehrmals erwähnt wurde, nicht so viel fürneue Deiche zu fürchten, weil der Frost in die Erde dringt) mufs man die vordereBöschung sogleich mit Rasen belegen. Auf eben diese weise wird auch ein Deich-bruch , welcher nicht in den Boden hineingeht, gedeckt, sobald das wasser verlaufenist. Soll er aber zugedeicht werden, während dafs das wasser ihn durchströmt, umdie ueberschwemmung von einer noch gröfsern Landschaft abzuwenden, so bleibtkein anders Mittel übrig, als in den Bruch hinein, bis zur Oberfläche des durchströ-menden W'assers, ein Faschinenwerk aufzuführen, und sowohl dahinter als darauf ei-nen Erddeich aufzuschütten; denn mit blofser Erde läfst sich ein solcher Durchbruchnicht zudämmen, eben so wenig, als ein Deicb ohne Gründung von Faschinenbau auf einenMorast, oder weichenBoden dauerhaft aufzuführen ist. Auch führt man vor dem Durchbru-che in einer Ausbiegung ein Faschinenwerk auf, und schüttet nachher im stillstehendenWasser den Erddeich in der Richtung der Deichlinie auf, wo alsdann, wenn der Stromgefallen ist, das Faschinenwerk wieder weggenommen wird Da ich vom ersten Fallunten noch mehr sagen werde, so übergehe ich hier das Detail davon. Beyde Fälletreten jedoch nur dann ein, wenn man durchaus genöthigt wird, den Durchbruch,während der Durchströmung, zuzudichten.

Soll aber lediglich verhindert werden , dafs der Durchbruch sich nicht erweitere,so werden die beyden in Abbruch stehenden Deichenden,, mittelst einer einstweiligenriankenwand, Faschinenlagen , Horden , Leitern und Lacken oder Segeltüchern, dieman darauf befestigt, jene mit wippen, pfähle u. dgl., diese mit angeknüpfteu steinenoder Ankern, erhalten.

Unter die Faschinen, Horden, Leitern und Segeltücher bringt man auch Mist undStroh, welches sich in alle die Vertiefungen der Deichenden hineinlegt, und so eineebene Fläche, auf welcher das Buschholz liegen kann, bildet. Vor den Deichbruchseihst und auch dahinter bringt man auch wohl, wo möglich, ein sinkstück an, oderwirft mit steinen gefüllte senkfaschinen ein, um nur einen Grundbruch zu verhüten.Grundbrüche müssen sogleich dauerhaft und zwar, sobald als thunlich ist, zugedämmt,keinesweges aber mit einstweiligen Fang - , oder Nothdeiehen umgeben werden : essey dann, dafs dem Deichoffizianten die nöthigen Materialien zu einer solchen nurch-deichung fehlten. Diese Regel gründet sich darauf, dafs a) ein solcher Notndeieh un-nütze Kosten verursacht, die sieh, wenn er rund um den nolck gelegt wird, und dieHohe "des Hauptdeiches, wegen des zu erwartenden Anschwellens des Stromes erreichen

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