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da sie dem Angriffe eines unermüdeten Feindes—• dem des Stromes- und des Wellenschla-ges, unaufhörlich ausgesetzt sind. Von den gewöhnlichen Ausbesserungen wollenwir indessen nichts erwähnen, sondern nur folgende wichtige bemerken. Schon seitgeraumer zeit hatte die Tiefe an der östlichen w r and der Mündung des Nieuwendieps'(gegen den grofsen Leitdamm über) 6o / von seiner spitze ab, südwärts sehr merk-lich zugenommen; an der Westseite und in der Mitte hingegen war eine Erhöhungdes Bettes entstanden. Unstreitig würde diese Veränderung schlechte Folgen gehabthaben, hätte man sie nicht aufs sorgfältigste im Auge gehalten; ihr nicht mit Kiinst-mittel entgegen gearbeitet! Vorher war die Aushöhlung mit steinen gefüllt worden :das ist a pierres perdues (*) gearbeitet; im Jahr 1787 aber riethen die nähern Unter-suchungen, zu andern und bessern Mafsregeln. Man deckte zu dem -Ende das Bett andieser gefährlichen stelle längs dem Leitdamme, auf eine Länge von 300', mit sechssinkstüeken, wovon jegliches fünf Ruthen "lang, drey Ruthen breit und drey schuh dick Tyar, und beschwerte dieses werk mit Bricksteinen. Bereits im Frühjahr 1788sah man auch schon die gute Wirkung: die Tiefe längs dem Leitdamm nahm nichtmehr zu, und die untiefe am jenseitigen künstlichen ufer, so wie in der Mitte, liefab. — Auf gleiche weise würde im folgenden Jahr noch ein Theil des Leitdammes,von 204' lang, theils an der spitze, theils südlicher der vorigen Arbeit, gegen alleSenkung, welche das Auslaufen des Grundes zur Folge gehabt haben würde, gesi-chert. Jenes Auslaufeir mufste aber bey dem unveränderten vermögen des Profils noth-wendig gegenüber eine untiefe erzeugen, und' diese wurde von der, mittelst sinkstü-cken bewirkten Erhöhung des Bettes weggetrieben.
Ob nun gleich das Nieuwendiep noch nicht zu derjenigen Vollkommenheit gebrachtworden war, in der wir es jetzt erblicken, so wird es doch nöthig seyn : die Wirkung derbisher beschriebenen Busch - steinwerke näher zu beleuchten. Die Verbesserung (Ver-tiefung) des Nieuwendieps mufs jedem Ingenieur um so merkwürdiger seyn, da sieIn so kurzer zeit erfolgte. Wird sie nicht ganz unleugbar aus den angestellten Tie-fenmessungen erwiesen, die in der ersten Auflage in einer grofsen Tabelle mitgetheiltsind. Von 1782 bis 1796 hatten die Tiefen so zugenommen: In dem profil Nro. 1.von 121 zu 35'; in dem profil no. 2. von 12 zu 14'; in dem profil NO. 4. von 18 zu21', in dem profil no. 7. von 19 zu 2Ö / ; in dem profil no. 12. beym pfähl c von 20zu 30 Fufs u. s. w. ?
Wie beträchtlich ist nicht die Mündung vertieft? vor 1782 war sie nur 11 bis13' tief! zwey Jjahr darauf hatte sie schon eine Tiefe von 26 bis 30' erreicht. Beson-ders anmerkenswerth ist es aber : dafs in dem Queerschnitte Nro. 2., woselbst die ei-gentliche Erhebung des Bettes (der Drempel) statt fand, die liefe von 1782 bis 1784Von 14 zu 34' vermehrt worden war. Ja, es konnten in den letzten Jahren nichtnur Fregatten von 36 Kanonen in diesen Seehafen einlaufen, sondern sich schon so-
(*) Solcher Bau kann indessen das verlaufen des Bettes nicht so wie die Sinkstücke, verhindern.