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3ie sich nur durch kostbare Reisen, und durch Hülfe meiner, in einem grofsen Wirkungs-kreise gemachten Erfahrungen, so wie durch viele einen bedeutenden Aufwand verursach-ten Kupfer erreichen liefs. Die Akademie wird auch in diesem Werke, mehrere in Bai-ern von mir ausgeführte grofse Bauanlagen finden, welche Seine Majestät der Kö-nig, mein gnädigster Herr seit einigen Jahren genehmigte, die vielleicht für denHafen - Brücken- und Wehrbau aller Länder nützlich seyn werden, und an deren Entste-hung der Staatsminister Graf v. Montgelas , als ein Freund u. Kenner der Wissenschaften, denwichtigsten Antheil hat. Darin habe ich eine neue Eintheilung der Wissenschaft, die manTVasserbaukunst nennt, aufgestellt, zu welcher ich auch den Bau der Kunslstrafsen clas-sificirte, weil derselbe von dem Wasserbaukundigen, seines Wirkungskreises als Geschäfts-mann wegen, gekannt seyn mufs, und Aveil dabey sehr vieles vom Deich - oder Dammbau,von der Errichtung der Stützmauern, und von einigen der übrigen Ahtheilungen derWasserbaukunde vorkömmt; endlich halte ich mir A r orgesetzt, den bey den Land- undWasser-Communicationen angestellten Ingenieurs aller Länder ein Buch zu liefern, wo-raus sie für die Ausübung nützliche Erfahrungen schöpfen können.
In dem ersten Bande gehe ich von den Vorstellungen der R.eibung des. Wassers anden Wänden der Röhren, der Ufer, dem Bette der Flüsse und Canäle, ganz ab, weil dasWasser, AA T enn es nicht Steine, Sand, Erde u. d. gl. fortrollt, gar keine Reibung ausübt,die blos von der absoluten Unebenheit der sich berührenden Körper erfolgt, sondern nureiner Adhäsion, die ich di e Anhaltende-Kraft, nenne, fähig ist und diese Adhäsion entstehtaus der Cohäsionskraft des Wassers. Hätte man diesem Elemente nicht eine wirkliche Rei-bung zugeschrieben, so Avürde unsere Hydraulik längstens eine andere und für die Aus-übung nützlichere Form erhalten haben. Die Akademie w T ird dann bemerken, auf welcheWeise ich die Erscheinungen unserer fliefsenden GeAA’ässer zergliedere, die Natur der Flüssedarstelle, eine neue Analyse der Ebbe und Fluthströme in begrenzten Bahnen, entAvickle,die unüberwindlichen Schwierigkeiten zeige, welche bey der Begründung einer genug-thuenden Theorie, über die Geschwindigkeit der fliefsenden Gewässer obwalten, und wieich dieses alles mit Beobachtungen und hydrometrischen Messungen belege!
In dem ersten Bande handle ich nämlich t r on dem Flujs-, Deich- und Seeufer-bau; und vom Hafenbau nur zum Theil. Darin habe ich zum Gegenstand meiner Unter-suchungen A r orzüglich die holländischen Flüsse; ferner die Donau, den Inn, die Isar und denRhein, so Avie die niederländischen Seeufer und Deiche, und die Häfen von Cherbourg ,CronStadt, Amsterdam, Niemvendiep und Toulon gewählt. Doch ich will über den Inhaltdes ersten Bandes nichts mehr vortragen, da die Akademie bereits in seinem Besitze seynwird.
In diesem zweyten Bande, der zAVOten Auflage dieses Werkes, die von SeinerMajestät dem Kaiser, durch die Abnahme einer Anzahl Exemplare, unterstützt Avor-den ist, handle ich die Hafenbaukunde ; die Austrocknungs -, Entwässerungs- und Be-wässerungskunde ; die, Maschinenkunde , in so fern sie von den übrigen Abtheilungen der