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'störender Gewalt angreiffen. Sollte diese gleichartige Natur der gegenüberstellendenFalaisen nicht ein neuer Beweis seyn: dafs Frankreich und England ehemals zusam-men gehangen habe ?
Von dem wege, den die Strandkiesel gegen die Küste nehmen, will ich folgen-des bemerken: ^
Es haben die Beobachtungen gezeigt: dafs diese miste, ein Jahr ins andere ge-rechnet, einen schuh abnimmt, das ist also doch nur der Abnahme von einemiheile der holländischen miste. Die länge der Küste der obern-Normandie beträgt114000 Toisen. Die Oberfläche des Kieselstrandes etwa 1QOOO Quadrattoisen und deraus strandkiesel bestehende Theil mag nach Lamblardie’s Rechuung 47500 cubik-Toi-sen enthalten. Da man nun §• von diesen 47500 cubik-Toisen für die Masse derFeuersteine rechnen kann, welche jährlich ins Meer stürzt, das ist 19000 c ■—t. ; sowerden also lähgs der nüste von 100 zu 100 Toisen 16 c. Toisen 4 c. — F. Feuer-steine abstürzen, welche fünf cubik - xoisen, 5 cubikfufs strandkiesel geben, und diesestrandkiesel lagern sich etwa bis zum niedrigen meer mit einer Böschung von zweybis sieben Fufs auf den Fufs Höhe. Da wo aber der Strand unter die Oberfläche desniedrigen Meeres hinabgeht, verhält sich dessen Basis zur Höhe, wie 30 : 1,
Die tägliche Erfahrung bewährt nun : dafs die strandkiesel längs der miste vonden Brandungsn, welche der herrschende Nordwestwind verursacht, und von der Fluth,fortgerollt werden, dafs sie also von dem cap Ajitifer nach der Somme rollen. Aufdiesem wege werden sie schon abgerundet, und je näher"' sie Calais kommen, destokleiner werden sie. Auf diese weise verwandeln sie sich in Sand, welcher in Dünenaufgeweht wird, die wir zwischen Calais und Blankenberg antrefFen. Nach Havrerollen aber die sandkiesel von den caps Antifer und La ueve auf, indem sie von derFluth und den wogen, welche der Seewind hervorbringt, fortgewälzt werden. Aufmeiner Reise längs den misten des canals habe ich diesen umstand durchaus wahrge-nommen, und ich habe Kiesel von Havre bis Calais und Meersand bis Nordholland wovon ich noch die ersten in meiner Sammlung besitze, mitgebracht. Kein wunderalso, dafs die Häfen, von Havre bis zur Somme , mit strandkiesel verstopft werden,sobald man es unterläfst, zweckmäfsige mmttmittel anzuwenden. Nach dieser noih-wendigen Ausschweifung kehre ich nach dem Hafen von Havre zurück.
§. 59. Der alte zustand dieses Hafens und der Küste bey Havre war ehemals sobeschaffen :
Die Abnahme dieser Küste meerseits, d. i. vom cap de la Heve bis Havre, ist sehrbeträchtlich: denn vor 700 Jahren stand die Kirche von st. Andrefse (Tab. 59.) nochauf der Bank von Eclat, das ist 700 Toisen vom jetzigen ufer. Obgleich diese Ab-nahme grofs ist, so ist doch die Zunahme des Strandes zwischen Havre und narfleurnoch weit gröfser. - Die seine, welche ehemals die Mauern dieser letztem Stadt, dieeinen guten Hafen hatte, bespülte, ist von ihr bis vor le hoc, d. i. 1500 xoisen ge-