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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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dafür hatten, dafs die Regierung, die über die Anlage des Hafens ehemals gemachtenVorschläge wieder von neuem untersuchen lassen, und ihre Aufmerksamkeit auch aujdieses günstige Local richten werde. Zu wünschen wäre es dann noch, um der Wis-senschaft willen, dafs sie die Vorschläge drucken, und eine genaue Karte vom Localstechen liesse. Westlich Moriaix liegt st. rol de Leon, zwischen welchem und derInsel calot sieh der Flufs rol ins Meer ergiefst. Nördlich diesem letztem ort liegtroscow, welches eine von der Insel de Bas gedeckten Rhede vor sich hat,

§. 10Q. 'Beschreibung des Hafens von Brest Tab. 62. Unter den französischen Seehäfen ist bi est der nützlichste: weil auf der von zwey Halbinseln und dem Bresterufer gebildeten Rhede , mehr denn fünf hundert Kriegsschiffe gegen alle Seestürmeund den Feind sicher liegen, auch der Hafen eine hinreichende Tiefe für Kriegsschiffehat. Er nimmt 16 Schiffe vom ersten und zweyten Range, 24 vom dritten und 16vom vierten Range, nebst 40 Transportschiffe auf. Von dem durch Brest gehendensdufs pinfeldt wird er gebildet. Wie indessen jedes Hafen - und Rhede -Local einigeMängel hat, so ist an dieser Rhede folgendes auszusetzen. Der Eingang oder die See-mündung le Goulet genannt, ist deswegen unbequem, weil darin die Felsen pilettesund maingnan liegen, die bey den niedrigen Ebben der springzeiten trocken laufen.Sie machen daher die Durchfahrt, beym Südwinde, nicht nur mühsam, sondern ge-fährlich und es sind selbst Kriegsschiffe daran gestrandet. Auch des Hafens Eingangmufs der Seemann mit Vorsicht passiren, weil die Sandbänke und Felfsriefe ihn been-gen. Diefs sind jedoch wachtheile , die einem klugen und erfahrnen Seemann nieschaden bringen, und die verschwinden, wenn man die grofsen vortheile erwägt,welche die Rhede und der Hafen darbieten.

Die innere Distribution des Hafens ist nach und nach etablirt; deswegen auchnicht ganz den Grundsätzen, die ich im 1. Bande aufgestellt habe, angemessen. Vor-züglich merkwürdig sind die vier schiffsdocken. Drey liegen bey a in der Bucht vonpontaniou und die vierte bey f. Ausser diesen ist bey e der grofse w T erft mit vierKielplätzen. Das jsagne oder sclavenhaus liegt bey b, das Hospital c und das Maga-zin d ist sehr zweckmäfsig eingerichtet. Die nocke ist freylich ein wenig zu nahean das Magazin längs dem Kay, und das Thor des Arsenals stöfst auf eine schmaleBrücke, welche öfters aufgezogen werden mufs, um von der Docke Gebrauch machenzu können. Grofse Bequemlichkeit gewähren die Kays längs der citadelle, vorzüglichbeym Ein- und Auslaufen der Schilfe, dagegen sind aber die übrigen Kaystrafsen zumverkehr zu enge. Die Kielplätze liegen etwas zu nahe, und haben nicht hinlängli-chen Luftzug, woraus sachlheile in Hinsicht der Conservation des Holzes und derschiffe entstehen. Auch liegen die werkstätte zu nahe beysammen, so dafs die Arbei-ten und der verkehr aufgehalten und erschwert werden. Dieser engen Lage der Ge-bäude schreibt man auch die Feuersbrünste zu, welche so oft axisgebrochen sind. DemHafen fehlt noch eine stückgiefserey; nolz oder Sagemühlen. Maschinen, die entweder

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