Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Diese Dämme mufsten deswegen von Mauerwerk aufgeführt werden, weil dieschlagwellen gerade auf der Hafenstrafse stehen, und diese in Hinsicht des kleinenSpiihlbusens nicht breit angelegt werden konnte. Zuvörderst will ich von der con-struction der altern Dämme, welche die Engländer 17 5Ö zerstörten, sprechen! Je-der war 200 Toisen lang. Meerwärts 40 und hafenwärts 30 Toisen voneinanderentfernt, also gegen den Grundsatz b. I. Ö30 angelegt, und der östliche war 25 xol-sen länger als der westliche. Auf der spitze eines jeden lag eine Batterie von 24Kanonen. Die Basis dieser Dämme war mit einer bis zur niedrigsten Ebbe hinrei-chenden Spundwand umgeben. Als diese Damme aufgeführt wurden, konnte nurzur zeit der Ebbe gearbeitet werden, um die Kosten der Abdämmungen zu sparen.Zu beyden seiten eines jeglichen Dammes wurden aus Werkstücken bestehendeMauern errichtet, und alle 6o Fufs kamen 5 schuh dicke Queermauern, welchejene miteinander verbanden. Die innern viereckigten Felder füllte man mit Mauer-werk, in Lehm gesetzt, aus, und Mörtel wurde aus Sparsamkeit wenig zu den be-sagten Mauerfeldern gebraucht. Der Bezirk, worin die spundpfähle zu stehen ka-men, wurde zur zeit der Ebbe in Form einer Rinne ausgehoben, worin man zweyhorizontal liegende Planken, längs pfählen, setzte. Diese Dammkiste ward nachund nach stückweise gemacht. Man schöpfte sie während der Ebbe aus, undrammte dann in dieselbe die spundpfähle ein. Auf eine ähnliche Art hat nachherHerr Olivier bey Aufführung der Brester Docke verfahren.

Bey den Dämmen zu Cherbourg hatten die 10 bis 12 Eufs langen, 5 zoll di-cken, und 12 zoll breiten spundpfähle triangelförmige mithen und spitzen; untenwaren sie mit einem eisernen schuh, oben aber mit einem eisernen Ringe verse-hen. Längs der Spundwand wurde ein Buschsteinwerk, drey schuh hoch, aufge-führt, um den Grund gegen den Wellenschlag zu sichern. Zwischen den zweySpundwänden mufste man jetzt das Mauerwerk 6 Fufs tief ausführen, also aus die-ser Kiste die Erde stückweise ausheben, und dann dieselbe vom Wasser befreyen,welches durch schielliegende schaufelwerke geschah. Die erste steinschicht e, die11 Schuh dick gemacht wurde, ward auf eichene Planken gelegt. Die Gurthölzerder Spundwand sind, auf acht Fufs Entfernung, mit eisernen Ankern in die werk-stückmauer, befestigt. Diese aber eingezogen und aufgeführt, wie es die zwoProfile x. 58 andeuten, wo die Linie c d die innere Seite einer der Hauptmauern,die senkrecht aufgeführt wurde , anzeigt. Zum Mörtel bediente man sich des Kal-kes aus Muscheln gebrannt und des Trasses; beydes zu gleichen Theilen. Der obe-re xheil der Dämme bestand aus einem aus Quaderstücken gemachten Gewölbe, wel-ches, nachdem das gesammte Mauerwerk gleichförmig aufgeführt worden war, ge-legt ist. Dessen Gipfel ist mit steinen, zu 12 zoll hoch, 18 zoll dick und dreybis 4 pufs lang gepflastert, und in cement gesetzt, so dafs er in der Mitte einekleine Erhebung, zum bessern Ablaufen des wassers, bildet. In der Krone wurden